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Ich mach´s nur für Geld

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Kaum schreiben wir 2013 gebe ich schon mein erstes Lebenszeichen ab. Und was für ein seltsames noch dazu.

 

Hier der Beweis (wenn der Player aufgegangen ist):

 

Ich machs nur fuer Geld_192kb

 

Was die ersten Takte zu bedeuten haben kann ich nicht sagen, habe sie aber die ganze Zeit in dieser Art im Kopf gehabt. Takte 4-11 (auch 22-25, abgewandelt 32-34 und nicht notiert am Schluß) klingen etwas eigenartig, der geneigte Hörer kann auf meiner Seite sicher viele eigenartige Dinge hören, aber die nicht ganz so seltsame Gitarre wird von einem 7/8 Schlagzeug getrieben im Verbindung mit einem Bass der gerne dieses fröhliche Pattern als Ostinato bis in alle Ewigkeit gespielt hätte wenn diese dämlichen und unregelmäßigen Breaks nicht wären die auch noch den ganzen Spaß verderben. Aber was soll ich machen? Immer wenn ich auf dern Klampfe dieses Teil gezupft hatte kam aus den entlegensten Hirnwindungen dieser “Humpa-Humpa” Bass. Als auch noch beim Konkretisieren (gemeint ist Schlagzeug editieren/anm. des Red.) klar war das mit 4/4 hier nichts funktioniert, half nur Ohren zu und durch. An und für sich finde ich schon geil, macht auch spaß über diese Takte im Loop zu jammen. Kommen echt abgefahrene Sachen dabei heraus. Aber jetzt ist es endlich draußen, ich muss es sicherlich nie mehr in meinem Leben spielen, diese Takte sind Lila und überhaupt bin ich froh damit auch schriftlich abzuschließen. Danke.

 

Die Überleitung mit Takt 12-15 entschädigt alle die es bis hierhin ausgehalten haben ohne die Seite zu schließen und doch lieber auf ihre Lieblingspornoseite navigieren.

Diese Überleitung ist das schweizer Messer dieses Songs. Gleich 4(!) mal hab ich es benutzt. Für mich eine astronomische Zahl im einem Songkontext. Aber die Struktur ist für Wiederholungen gut.

Takt 18-21 wurden ganze zwei mal verbaut (auch 28-31), wie oben erwähnt das andere Teil 4x, 38-51 werden zwei mal variiert und 52-59 wiederhole ich auf unterschiedliche Weise ganze 6x in Folge.

Wofür ist diese Statistik gut? Keine Ahnung, hab mich verhaspelt, weiß nicht mehr worauf ich hinaus wollte. Sollte mir Stichpunkte aufschreiben damit ich nicht während dem Texten den Faden verliere.

 

Sonst ist fast alles Pissness äs juschuell.

Schlagzeug ist und bleibt das “Vintage” von EZ-Drumer, mein Bass der Marke… hat der überhaupt ´ne Marke?…, das VSTi der Streicher ist Freeware und heißt DSK-Strings.

Da ich noch nicht reich bin und mir die besten Instrument-Plugins kaufen kann (hm, oder will?) griff ich wieder auf dieses Umsonst-Tool für die Streichereinlage zurück. Es klingt immer noch billig, eigentlich schlecht, unzulänglich, gekonnt aber nicht gewollt. Nur das diesmal die Kirche im Dorf blieb und das Ergebnis das Prädikat “Es ist zu hören wie ich es gemeint habe” bekommt. Anders als sonst war ich mir der Unzufriedenheit des noch nicht vorhandenen Ergebnisses bewusst und verlangte keine Wunder. Was heraus kam klingt nicht als hätte es Perlmann gespielt, es ist aber zu hören was er daraus machen könnte. Besser kann ichs damit nicht.

Mir gefällt das Ergenis trotzdem und höre diese kleine Sequenz gerne. Drei Instrumente die Strukturiert, ohne einen einzigen zufälligen Ton, miteinander harmonieren – ein seltenes von mir geschaffenes Ereignis das Tango-like klingt. Ein würdiger Prolog für den Höhepunkt. (Hoho, jetzt wirds schwulstig!)

 

Ach so, kein Song und dazugehöriger Text ohne etwas über den Bass zu schreiben gibts nicht. Hier: Hatte ihn das letzte mal angefasst… äh… für den lezten Song (habs auch an dem Staub auf dem Ding gemerkt), mich dazu entschieden diesmal ohne Plektron nur mit den Fingern zu zupfen, kann mit dem Ergebnis zufrieden sein und auch sonst kann ich dieses mal nur gutes über dieses scheiß Instrument schreiben…

 

…was mich schmerzlich an meine Gitarre erinnert.

Hatte ich doch meine geliebte Fernandes in die Hände eines ausgebildeten Gitarrenbauer gegeben für eine Rundumerneuerung der Bünde und neuen Pickups. Was bekam ich zurück? Bünde die nicht ganz (!) hinein geklopft waren, zwei davon haben sich bewegt bei Druck, mit der Seitenlage will ich gar nicht anfangen und das alles noch schlecht abgerichtet. Was ein Irrsinn! Zurück gegeben zum nachbessern. Hats nicht hin bekommen! Wer sich in Aschaffenburg nach einre Reparatur umschaut sollte vorsichtig sein.

In Frankfurt bin ich mit meinem Kunstfehlerpatient zum Peter Coura (siehe “Coura” in der Linksektion) und der hat sie wieder wie neu hin bekommen für die nächsten 20 Jahre in meinen Händen. Zu meiner Verwunderung hat mich diese ganze Geschichte ziemlich mitgenommen. Ich war traurig, wütend, frustriert und das mehr als ich gedacht hätte. Ich meine, rein objektiv ist es nur Holz, Metall und ein bisschen Plastik. In dieser Konfiguration wird es zur Gitarre. Mehr an sich nicht und trotzdem häng ich an Ihr als wäre es ein Lebewesen. Sachen gibts…

 

So, keinen Bock mehr auf schreiben. Dabei wollte ich noch einiges los werden. Aber scheiß drauf, schreibe bald wieder was weil das nächste Tonwerk schon in der Mache ist.

 

Hier die Notizen für mein Verbrechen:

 

Ich mach´s nur für Geld - Seite 1

 

Ich mach´s nur für Geld - Seite 2

 

Cheers, Searchio