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Bei Albuquerque falsch abgebogen

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Nach längerer Pause bereichere ich das Internet mit meinem neuesten Datenmüll.

 

Der Grund für den 3.Weltkrieg nennt sich “Bei Albuquerque falsch abgebogen” und ist hier zu hören:

 

Bei Albuquerque falsch abgebogen

 

Das Leben besteht nur aus Wahrscheinlichkeiten.

Das guten daran, alles ist möglich. Das schlechte, alles ist möglich. Das Erkennen dieses fatalistischen Umstandes hilft einerseits jeder Überraschung gelassen entgegen zu treten, andererseits stumpft diese universelle Akzeptanz auch noch das das letzte Sensibelchen zu einem Soziopathen ab.

 

Was das mit dem Song zu tun hat weiß ich noch nicht. Aber weil ich keine Zeit hatte einen Text zu schreiben dachte ich mir…

…eigentlich nichts dabei und schrieb einfach was mir so im Kopf rumschwirrt.

 

 

Tja, das iss er nun. Von der Struktur her würde ich ihn als nichts besonderes bezeichnen. Stilistisch habe ich schon ganz andere Haken geschlagen, das Gitarrenspiel hab ich auch nicht neu erfunden, also “Bissness ess juschual”? Nein nicht wirklich, alles andere ist… irgendwie…anders.

Jepp, der Sound. Einfach nur muffig und schlecht, oder warm und oldschool – kann ich noch nicht sicher sagen. Zumindest ist es so beabsichtigt weil es mir nun mal so gefällt. Schuld daran sind einige Neuerungen was meine Wenigkeit betrifft.

 

Da wären z.B Haare. Ja, Haare. Das erste mal seit ca. 13 (oder doch schon 14?) Jahren das welche auf meinem Haupt gesichtet wurden. Auch das hat gar nichts mit dem Mist hier zu tun, dachte aber es erwähnen zu müssen.

 

Der Track ist diemal sehr leise. War nicht unbedingt meine Absicht, aber um es etwas “smoother” und dynamischer klingen zu lassen variierte ich z.B. die Schläge der Snare die ganze Zeit zwischen min.55% bis max. 80% der erreichbaren Lautstärke. Am Ende hab ich das Lautstärkedefizit nicht ausgeglichen, weil… es nicht nötig ist. Wofür der ganze mediale Lautstärkewahn der letzten Jahre sein soll erschließt sich mir sowieso nicht. Hat doch jedes Gerät einen Lautstärkeregler. Vergleiche ich die QueenII mit irgendeiner anderen modernen CD, scheint es würden sich die dB verdoppeln – und von der Ultra-Compression moderner Sounds will ich gar nicht reden. Aber ihr wollt es ja alle nicht anders…

Das Gesamtergebnis ist für mich diesmal ziemlich schwer einzuordnen. Es ist klanglich eben doch anders als mein anderes Zeug. Assoziativ fällt mir auch keiner ein der solch seltsame Musik macht und mich dazu inspiriert (was ein Scheiß Wort) hätte. Was ich damit sagen möchte – keine Ahnung wie ich auf so´n Zeug komme. Falls jemandem paralelen zu einem anderen Idioten sieht, so teile er es mir bitte mit. Würde mich wirklich interessieren wer noch in dieser Welt sich mit so´nem Zeug unbeliebt macht.

 

Der Krach beginnt mit einem zu langsamen Swing, so das einem Swing nicht gleich in den Sinn kommt. Nur ein paar BpM schneller und die Betonungen etwas eindeutiger und ich würde mich Search Brubeck nennem. Nur ohne Brille.

Bis 1:49Min ist es ein Take. Das die Rythmusgitarre für die Soli der Schere zum Opfer gefallen ist macht den Take viel kürzer, aber ich will hier nicht kleinlich wirken.

 

Verwendeter Pickup und Volumepoti Einstellung sind weitestgehend gleich. Lediglich für das zweite und dritte Rezitativ hab ich daran gedreht. Für ersteres Volume auf Max. und für letzteres den Tonepoti zugedreht.

Sicher, das zweite Solo hätte nicht sein müssen. Musikalisch kann es dem ersten nicht das Wasser reichen und den Gesamteindruck wertet es nicht auf. Aber hey, es macht spaß zu spielen. Außerdem ist Griffbrettonanie gesund und wird von den führenden Musikwissensschlampen empfohlen.

 

Der Mittelteil ist was er ist und bedarf keines Kommentares – war schnell im Kasten mit zwei Takes und ist am Stück, One-Shot:

 

Ab 2:39 kommt das was irgendwann kommen musste – Schlagzeug editiert mit verbundenen Augen und einfallslos am Bass von einem Ton zum nächsten gespielt. Ok, ganz so schlecht ist es sicher auch nicht. Für ein “Er war stehts bemüht” reicht die Walking-Bass Sache bestimmt und das Schlagzeug einigermaßen hinzubekommen hat mich den letzten Nerv gekostet. Aber danach hats einfach Spaß gemacht und habe lange darüber gejammt. Es ist das Schema vom Anfang (0:00Min bis 0:56Min) nur als einfache Akkordfolge und im 4/4 Takt. Nicht sehr originell, aber wen juckt das schon… hättest du es gemerkt?

 

Das seichte Tränendrüsengezupfe ist auch nur ein warmer Aufguss aus dem Mittelteil (2:15Min bis 2:38Min), diesmal nur… äh… frei, ohne Tempo. Kann es kaum glauben hier die gleiche Einstellung der Klampfe beibehalten zu haben.

 

Hoho, das Ende. Mein Faible die Songs mit dem Shit zu beenden der auch am Anfang zu hören war ist ja mittlerweile schon Zwanghaft. Gibt aber schlimmere Zwänge – z.B. einen Song zu machen den keiner will und den dann auch noch mit einem Haufen Textgesülze den keine Sau interessiert veröffentlichen. Aber so etwas macht ja keiner der bei Verstand ist.

 

Zum ersten mal bin so etwas wie zufrieden mit dem Bass-Ergebnis. Das Niveau ist natürlich noch sieben Klassen, bzw. Lichtjahre von einem auch nur Mittelmäßig begabten Hobby-Bassisten. Aber für jemanden der den Bass dieses Jahr erst sieben oder acht Stunden auf dem Schoß hatte nicht ganz übel. Das der Bass diesmal etwas besser klingt liegt nicht an meinen nicht vorhanden Basskünsten, es ist ein Freeware-VST mit dem Namen “Electri-Q_(posihfopit)” und wie jeder erahnen kann – ein Equalizer. Was der taugt gegenüber anderen im Netz auffindbaren Freeware-VST weiß ich nicht, hab noch keine anderen probiert. Dieser hier lässt Einstellungen speichern, hat einige Presets an Board und ist vor allem EINFACH zu bedienen für so ´ne Flachpfeife wie ich eine bin. Das ganze ist dann auch schnell gemacht: Ein paar Frequenzen anheben von denen mann denkt sie würden das Ergebnis positiv beeinflussen, zum Test auch welche anheben von denen Mann überzeugt ist das die nie und nimmer funktionieren, sich über die schöne Kurve der angehobenen Freuqenz freuen (sieht immer sehr technisch aus in der Grafik und gibt mir das Gefühl ich hätte uneingeschränkte Macht über Wellen, Frequenzen, Schall. Auf den Außenstehenden wirkt es so sehr professionell das er überzeugt ist ich wüsste was ich tue und wäre mir meiner Sache sicher… Zappa sagte schon: “Y’know, rock ‘n’ roll is all make believe, it’s all fake.” – nie hatte er so recht wie heute.) fertig.

 

Erwähnenswert ist die Software. Nein, noch immer die Dose Line6 UX1. Nur hab ich es geschafft jemandem mit vorgehaltener Waffe dazu zu bringen mir seine Kreditkartennummer zu geben um endlich diesen dämlichen FX-Junkie Pack zu kaufen. Seltsamerweise hab ich schon seit langem diese zusätzlichen Gimmigs herbeigwünscht, mir die sagenhaftesten Dinge damit vorgestellt und habe bei diesem Song doch nur ein einziges Teil davon verwendet. Mal abgesehen von den Kompressoren/Sustainer nur den zweitsubtilsten Effekt – den FX – Tube Drive. Klingt herrlich Lo-Fi, hat mehr Einstellmöglichkeiten als das TS Surugat und in Verbindung mit SingleCoils klingt der TS-Klon, wie im richtigen leben, manchmal doch zu sehr “In die Fresse”.

 

Das bringt mich zur nächsten Änderung. Ich hab mir ´ne neue Klampfe gekauft.

 

Nach langem suchen, ausprobieren, abwägen. ausprobieren, verwerfen, suchen, etc… hab ich doch eine gefunden die mir gefiel. Das neue Baby ist eine Fender – Deluxe Roadhouse Strat. Eigentlich hatte ich mit einer Tele geliebäugelt, aber nicht die richtige gefunden. Als Strat kam mir nur eine auf American Standard Niveau in den Sinn. Allerdings bemerkte ich schnell das meine Fernandes was Quali und Spielgefühl betrifft, an die Fender Oberklasse heranreicht und für eine In der Oberklasse fehlt mir das nötige Oberklassenkleingeld. Wie es der Zufall so will stolberte ich schließlich über die Mexikanische Oberklasse; und das wars. Unlackierter Ahornhals, Korpus in Weis, Schlagbrett in Perlmut-Braun, Texas-Special Pickups, Vintage-Tremolo, zum austauschen noch die besseren Fender-Locking Tuner gekauft. Ist jetzt ein geiles Teil und wenn der Tremolohebel nicht so viel wackeln würde die Hardware im allgemeinen etwas wertiger wäre (jaja, unter Fertigungstoleranzen Verstehen die auf dem Amerikanischen Kontinent ganz andere Dinge als wir in Mitteleuropa), wäre sie fast perfekt. Aber so muss ich noch ein paar Kleinigkeiten austauschen. Wird Preislich trotzdem weit unter dem liegen was ich bereit war auszugeben.

 

Diesmal hab ich den Text in drei Etappen verzapft und muss gestehen so uninspiriert war ich noch nie zu Werke. Aber auch das kann passieren und wenn ich in den nächsten Tagen noch die Noten-Notizen hochgeladen habe bin ich froh mich einer anderen Sache witmen zu können.

 

Weiter unten gibts wieder die Notizen zum Stück.

Notizen ist in diesem Fall etwas untertrieben. Bis auf die Teile des Rezitativ, die ohnehin keine zweite Gitarre im Hintergrund haben, hab ich ziemlich genau dokumentiert. Aber auch für diese Solo-Teile hab ich die Akkorde, bzw. Harmonien auf “Bits ´n Bytes” gebannt.

Ich bin immer wieder aufs neue fasziniert wie mein Shit geschrieben ausschaut. Sieht wie echte Musik aus.

 

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Cheers, Searchio.