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Ein blaues L

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Nach einigen seltsamen und auch sehr langen Blogartikeln, wurde es mal wieder Zeit mich um wichtigere Dinge wie Musik und mein Leben zu kümmern. Deshalb hier mein neuester Akustikunfall der von keiner Versicherung gedeckelt wird.

 

Zum hören hier klicken: 

Ein blaues L

 

 

Was soll ich diesmal schreiben?

Irgendwie war es wie immer. In letzter Zeit viele Ideen gesammelt und wenn es zur Sache kommt benutze ich so gut wie keine aus diesem Ideenverzeichnis. Dabei kann ich sagen das es mittlerweile für ca. Zweihundert solcher Tracks reichen würde, theoretisch… denn wie ich sehe tut´s das irgendwie nicht.

 

Ich hab meistens die erste Minute ein paar Tage auf dem Griffbrett, spiele Optionen durch, schaue wie es weiter gehen könnte, probiere ein paar Sounds und check die Geschwindigkeit. Mir ist aufgefallen das je länger ich im Vorfeld herumprobiere desto wahrscheinlicher ist auch ein fertiger Track. Spontane aufnahmen enden… naja, oft als „b-seite“.

 

 

Soviel zu meiner total aufregenden Routine was diese Beschäftigung angeht. Selbst darüber schreiben ödet mich an, deshalb beenden wir hiermit dieses Kapitel.

 

 

Und um nicht immer soviel Quatsch zu schreiben der nichts direkt mit der „Lala“ zu tun hat gehe ich heute gleich zu den Sequenzen über damit mein Mist protokolliert ist.

 

 

 

1.Sequenz (0:02 – 1:12 Min.)

Mal wieder ein paar Stunden am Sequenzer verbracht. Das Vsti heißt „Lazy Snake“, hat warm und analog klingende Sounds an Bord. Auch wenn ich fast immer den Gleichen benutze.

Der Anfang klingt ziemlich jazzy, soll aber nur eine Art kulturelle Referenz darstellen. Vielleicht hilft es mir irgendwann bei ´ner Frau zu punkten. Vielleicht auch nicht…

 

Ist eben ein einfaches Duett bis das Schlagzeug anfängt. Mit dem Schlagzeug ist es dann nur noch so eine Art Band die komisches Zeug spielt. Warum ich für das erste Solo ausgerechnet so einen abschreckenden Legato-Shred gedudelt habe kann ich nicht mehr sagen. Nach den letzten Songs hatte ich mal wieder Bock darauf, glaub ich. Wenn meine Intention eine Andere war – auch gut.

 

 

2.Sequenz (1:12 – 2:41 Min.)

Ok, höre ich mir diese Stelle an und rufe dann den ganzen Song in meinem Kopf ab, kann ich nicht bestreiten das ich ein Kind der Siebziger bin. Dieses „Lo-Fi“ Ez-Drummer Vintage Modul ist nach wie vor das Einzige welches mich anspricht. Egal was ich spiele, für mich scheint es immer zu passen. Für den Teil von 1:42 bis 2:08 hab ich doch mal einen Groove gefunden der in mir die feuchtesten pornomusikalischen Träume weckt.

 

Interessanter weise benutze ich kein Wahwah. Ich hab eine eistellung mit dem Line6 Phaser gefunden die wie ein Auto-Wah (oder Envelope Filter) klingt. Das Solo (für mich übrigens ein echt gelungenes weil… komisch) ist mit dem gleichen Sound Auto-Wah Sound gespielt, lediglich hab ich vom Hals auf den mittleren Single-Coil gewechselt. Ich weiß, während dem Solo ist das Schlagzeug recht einfallslos. Aber wem es nicht passt kann gerne noch nacheditieren. Ich sende jedem der sich traut das Reaper-Projekt gerne zu. Ich hatte dafür keinen Bock mehr. Deshalb – F§%*off!

 

 

3.Sequenz (2:41 – 3:16 Min.)

Moment ich kann nicht schreiben… der letzte Zug am Spliff kratzte und nun muss ich was trinken.

 

Naja, zumindest kommt´s mir so vor wenn ich den Teil höre (räusper).

Der Gag ist nur der Gitarrensound – ist noch immer der gleiche wie aus Sequenz 2. Irgendwie glaub ich damit noch viel mehr anstellen zu können, z.B. Kochen, an die See fahren oder Brot schneiden.

 

 

4.Sequenz (3:16 – 4:07 Min.)

Gehört eigentlich zu Sequenz 3, wenn ich allerdings das Solo ausblende klingt es nicht mehr nach Bong sondern eher wie der Sex danach… hehe.

 

Auffallend ist der unterschiedliche Klang der Phrasen. Klingt als hätte ich mitten im Solo den Pickup gewechselt, was aber nicht ist. Auch ist es wie immer One Shot-One Take, kann also nicht von unterschiedlichem Spiel kommen. Sie klingt in den oberen Lagen der tiefen Seiten etwas Wärmer als auf dem Rest der Griffbrettes. Jetzt weiß ich es…

Bis jetzt habe ich die Klampfe nur im Song Yello benutzt und wenn ich so vor mich hin dudel höre ich es etwas anders als nach einer Aufnahme. Übrigens das erste Ereignis bei der ich ausschließlich die Squier nutze. Ich bereue den Kauf kein bisschen! Es ist die Squier 50´th Strat in olympic White und Lobeshymnen auf das Teil die ich vorher im Netz überall las konnte ich gar nicht glauben. Bei knapp 340 €uronen kann doch nix wirklich gutes herauskommen. Aber wenn ich von den Wirbeln absehe (sie funktionieren gut, sind aber keine erste Sahne), dem Tremolo (Dito) und den etwas unsauber gefeilten Bundstäbchen absehe, ist das Teil der Hammer. Sie ist vom Handling und Sound den Mexican-Strat von Fender in der Preisklasse von 500 – 700 gleich zu setzen, nur deren Hardware ist ´ne Stufe besser. Guter Kauf, kann ich jedem Empfehlen. Allerdings sollte ein Antesten vorher sicher nötig sein, denn bei der Preisklasse gibt es mit absoluter Sicherheit einiges an Serienstreuung. Verdammt, jetzt mach ich hier schon Werbung.

 

 

5.Sequenz (4:07 – 4:21 Min.)

 

WTF?

 

 

6.Sequenz (4:21 Min. – Ende)

Ist der gleiche Mist wie am Ende von Sequenz 1. Nur diesmal nicht „Legato-Shit“ sondern…

 

…sorry, ist eben meine Art von Humor. So viel Pathos halte ich selbst kaum aus. Schwulstig, Cliché, Schublade, Billig, einfach AHHHH!

 

Der Schundfaktor übertrifft Sequenz 5 bei weitem. Wer den Song gehört hat und gefallen am Schluß fand sollte bei der örtlichen VHS immer Dienstags einen Individualitätskurs mit 6 Gruppenstunden für 45,50€ belegen oder sein Wohnzimmer gleich mit Eiche-Rustikal einrichten.

 

 

 

Fazit:

Wie bin ich in mitten einer U-Boot Besatzung eindeutig zu identifizieren?

Ich bin möglicherweise der einzige mit ´nem Fallschirm.

 

Außerdem habe ICH das Wort „ich“ in diesem Text 38 mal benutzt (jetzt 39x). Und das geile, es ist völlig legitim. Es ist MEINE Seite über MICH, von MIR, auf der ICH so oft ICH schreiben kann wie ICH will. Oder glaubt jemand das der ganze Rotz hier einen anderen Sinn hat?

 

So sehe ich meinen Schreibtisch am liebsten

 

Stillleben

Stillleben

 

Ach ja, eine Notiz gibt´s auch noch.

Es sind zwar auch noch andere nicht verarbeitete Teile mit dabei, aber hey… vielleicht möchte die ja einer für sich gebrauchen.

 

Ein blaues L