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Miss Marple

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1992 war ein durchaus beachtliches Jahr. Clinton wurde zum Präsi gewählt, in Maastricht unterschreiben ein paar Hirnies einen komischen Vertrag, Burundi bekommt eine neue Verfassung, der Yugo-Krieg ist Geschichte, die USA ziehen ihre Atomwaffen aus Germanien ab, in Rostock werden Häuser angezündet, Windows 3.1 kommt, das D-Netz zum telephonieren wird gespannt, erster exosolarer Planet wird entdeckt, Basic Instict kommt in die Kinos, die r.k. Kirche rehabilitiert Galileo und im Landkreis Miltenberg beschließen fünf gut aussehende, mächtig bestückte, geile Typen an denen nicht nur die Haare lang sind, mit ihrer Band – Miss Marple – endlich ein Demo zu veröffentlichen das Sie berühmt, reich und noch unwiderstehlicher macht.

 

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Ich gebe zu es seit ca. 12 bis 13 Jahren oder länger nicht mehr gehört zu haben. Was zum einen daran liegt keines mehr zu besitzen, zum anderen weil es durch merhmaliges Hören (immernoch) nicht besser wird. Andererseits, es sind ein paar nette Momente drauf. Der Sound ist nicht so schlecht wie ihn erwartet hatte, für ein Demo aus der Zeit sicher eines der besseren für das so manche Band gemordet hätte.

 

Seite 1, Song #2 Greetinx und ein Danke an M.R. für die Kassette als  Leihgabe zum digitalisieren.

Legalized Mindflip

 

Geile Säcke

Miss Marple im Feld

 

Ich kann mich erinnern (wobei das so ´ne Sache ist) das wir die für das Demo benötigte Studiozeit bei irgendwelchen Nachwuchsfestivitäten gewonnen hatten.

Neider behaupten – unser Vorteil lag darin das uns die Jurys zu Füssen lagen und Männliche wie Weibliche Jurymitglieder mit unserem Sieg sich den sexuellen Himmel erhofften. Ist aber Quatsch, jeder wusste das uns zu bevorteilen nicht nötig war, wir waren dafür bekannt sowieso alles zu begatten.

 

 

Song #2

Memories

 

Das Titelstück Homage to life sticht mit (nett formuliert) ungewöhnlichen Sound heraus. Wir haben es in Umpfenbach bei einem Schlagerbarden aufgenommen. Soweit ich´s zusammenbringe war es auch das erste Stück, bzw. die erste von uns als Band getätigte Aufnahme überhaupt. Den Zupfern und dem Schläger kann mann vorwerfen schon Band-/Aufnahme Erfahrung gehabt zu haben, der Sänger kann sich mit der Tatsache entschuldigen ein absolutes “Greenhorn” gewesen zu sein das noch ein paar Monate vorher als es das erste mal ein Mikrophon in die Hand bekam, nicht wusste ob reinsprechen oder es sich in den Hintern stecken soll… das Klangergebnis wäre am Anfang sicher das Gleiche gewesen. Wir hatten aber keine Zeit, schon ein halbes Jahr später hätte sich der Rotz bestimmt Lichtjahre besser angehöhrt, die Erfahrung des Sängers wäre logischerweise um 150% gestiegen und unsere Haare wären noch länger gewesen. Die Aufnahmen eines später gewonnenen Studioaufenthaltes (verdammt waren wir gut) werden es hoffentlich bestätigen, sobald ich herausgefunden habe wer noch im Besitz von diesen Beweismitteln ist. Ich hoffe in nächster Zeit noch ein paar Audios und Videos zu bekommen und diese zu digitalisieren. Vor allem Videos würden mich interessieren, wie oft stand irgenwo in der Ecke eine Kamera auf einem Stativ. Das Zeug wird in den Kellern nicht reifer und besser und wenn ich brauchbare Audios finde versuche ich sie hier und Videos auf Youtube zu posten. Ich hoffe das meine Mitstreiter damit auch einverstanden sind und mich nicht wegen Urheberrechtsverletzung auf viele Quatrillionen Euro verklagen.

 

Seite 2, Song#3

Homage to life

 

Wer die Idee mit dem Dali hatte würde mich auch mal interessieren. Vermute heute das es nur darum ging Groupies mit einem IQ über 65 anzusprechen. Oder vielleicht doch einfach nur ältere Menschen über 65? Könnte schon sein, ein paar von uns hatten seltsame Neigungen… egal die Idee war auf jedenfall nicht schlecht, schließlich fragte jeder – Wieso habt ihr´n do e Bild vom Dahli druff?

 

 

Auch ich habe mich das gefragt, aber wenn mich jemand danch interviewte hatte ich mir so´n Ding wie “Das sind die Schubladen in denen wir nich gesteckt werden möchten” zurecht gelegt. Was soll ich sagen… hat funktioniert!

 

 

 

 

 

 

Seite 2, Song#4

Generation Gap

 

Nach gefühlten 1284675,8 Konzerten mit nur zwei Hände voll eigener Songs, einer seltsamen Auswahl an gecoverten, viel “Sex,Drugs&Rock´n Roll” (von manchem mehr, von manchem weniger) gingen wir irgendwann getrennte Wege. Wir warten zur Zeit noch auf ein Millionen-Angebot für ein einziges Reunion-Konzert, wir sollten aber besser abwarten und ABBA den Vortritt lassen.

 

 

 

 

 

Der Sänger hatte an dem Ende nicht unbedingt einen geringen Anteil. Er bedauert es und entschuldigt sich dafür, den jede noch so kleine Erinnerung aus diesen Tagen erscheint ihm heute wie Poesie.