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U-Turn

line

Der Track zuerst. Wer unbedingt mein Zeug lesen möchte kann… halt einfach weiterlesen.

 

Da isser:


U-Turn

 

Das erste mal einen Song so was wie ausnotiert. Was für ´ne verdammte Arbeit!

 

Eine Sache wird mir nach jedem Song aufs neue klar; ich bin kein Bassist.
So sehr wie ich das Instrument mag so wenig gelingt es mir absichtlich eine gute “Line” zu spielen. Bei keiner anderen musikalischen Aktivität bin ich so abhängig vom Glück, bzw. Zufall wie im Tieftonbereich. Sicher gibt es immer wieder ein paar bessere Läufe, aber wenn es darauf ankommt eine gute Idee zu haben und diese umzusetzen artet es immer in Arbeit aus.
Bestes Beispiel ist zwischen 0:24 und 0:37 (Notenblatt: Takt 13 – 20) zu hören. Wahrscheinlich waren es an die 15 verschiedene Ideen mit jeweils geschätzten 10 Takes, mal abgesehen von Momenten ohne Aufnahme um Ideen auszuprobieren, bis diese kurze Sequenz mit einem Kompromis zu den Akten gelegt wurde mit dem ich leben kann. Gefällt mir trotzdem nicht so sehr. Ok, das letzte mal “Bassspielen” war knapp 5 Monate her, es waren nicht meine Lautsprecher und meine Stirnhöhle fungierte schon seit drei Tagen als Bakterienisotop. Nicht ganz die besten Voraussetzungen für eine Aufnahme mit “am Bass improvisieren”, aber bis auf Stirndings und Lautsprechdongs ist es jedesmal das Selbe. Nach ´nem Jahr hab ich vergessen unter welchen Umständen der Mist gewachsen ist und denke nur daran wie schlecht der Typ am Bass gewesen sein muss um so ein missglücktes Spiel auch noch aufnehmen zu müssen. Tststs…

 

Zum Glück kann ich mir an der Gitarre anderes erlauben.
Wie z.B. das zweite Solo zwischen 2:19 und 3:11 (Notenblatt: Takt 58 – 59). Irgendwie ist dieses Geshredde fast schon etwas pupertär und der musikalische Anspruch tendiert gegen Zero. Als der Teil eingespielt war hatte ich gleich drei mal drüber gespielt um es am nächsten Tag anzuhören, was an dem neuen Pickup (DS – Cool Rails am Hals) liegt für den noch kein eigener Solosound vorhanden war und an den geschätzten 2 bis 3dB mit der ich mitten in der Nacht diese Aufnahme machte. Ich war so überrascht das der Sound funktionierte, es einigermaßen sauber gespielt war, das ich mich lachend dazu entschloss das Ding drinn zu lassen. Mein Gedanke dabei ist  - das ich mich vielleicht in ein paar Jahren doch noch daran erinnere unter welchen Umständen dieses Solo entstanden ist und darüber lachen kann.

 

Dieser Humor in so einem veröffentlichten Stück mag für den ein oder anderen etwas deplaziert erscheinen, sollte man sich doch aller Welt nur von der besten Seite präsentieren, zumal keine andere Sau diesen Gag hört oder versteht wenn ich es nicht sage. Aber musiker nehmen sich und ihr schaffen ohnehin schon wichtig, für noch wichtiger werden sie von den Musikaficionados gehalten oder genommen. Ich gebe zu etwas eitel zu sein, …ok, eigentlich ich bin ein eingebildeter Sack, aber in diesen Fällen juckts mich nicht was andere davon halten könnten. Bin doch sowieso der geilste…

 

 

Und der Track an sich?

Selten so wenig Gitarre gespielt wie für dieses Miststück. Der ganze Track besteht diesmal nur aus drei Shots und ca. acht Takes. Allerdings war die Soundgeschichte sicher eine der am längsten dauernden überhaupt. Ziel war für mich diesmal nur einen Amp mit der richtigen Einstellung zu finden die nicht so bescheuert klingt wie jene in “Kleine Kekse”. Sicher, ganz von vorne musste ich nicht beginnen, aber mittlerweile habe ich auf der Fernandes ´ne andere Pickup-Bestückung was gewisse neue Einstellungen erfordert. An der Brücke ist dort wie vorher auch der Seymour Duncan SH-5, nur jetzt richtig verdrahtet (autsch!), in der Mitte der original PU und am Hals mein neuer Cool-Rails von SD. Die Nachbesserung hat sich auf jeden Fall gelohnt. Klingt doch um einiges ausgewogener als vorher. Aber hatte ich das nicht alles schon oben erwähnt?

 

Ähh, wie oben angesprochen sind es nur drei Shots, was mich dazu verleitet hat während dem Spielen auf andere PUs zu schalten. Ist zwar während einer Aufnahme nicht das gelbe vom Ei (solche Switchgeräusche möchte keiner auf Aufnahmen hören. Nicht mal wenn es die eigenen sind!) aber bei meiner Mucke wird dadurch die Welt nicht schlechter. Zu hören sind die Schaltvorgänge in Sekunde 37 und 50. So schnell wie ich es in 1:54Min gebraucht hätte ging das natürlich nicht, so musste dort ein Break hin. Ab da ist es bis zum Ende nur ein Shot gewesen, das der letze Schaltvorgang (von MiddleSC auf Zwischenstellung MiddleSC-BridgeHU) bei 3:12 dabei funktioniert hat kommt einem Wunder gleich und lässt sich nur mit der “Hand Gottes” erklären. Amen.

 

Aber es finde nicht alles schlecht.
Das Intro find ich cool, auch die ganze 7er-Takt geschichte. Im 7er ist für mich das experimentelste seit langer Zeit vertreten. Nein, nicht die alte Takt-Kamelle, das eigenartigste sind die Akkorde! Jedes Riff davon beginnt auf dem popeligen 0815 F#moll Barré Akkord. Hätte ich teilweise nicht auch noch die Terz und Quint mitgenommen könnte mann fast von Powerchord sprechen. Aber ich will es mal nicht übertreiben, sonst denkt noch einer ich würde glauben Hardrock oder gar Metal zu spielen. rofl

Zum Abschluss (hab heute keinen Bock mehr) möchte ich noch entschuldigend anmerken das Soundmäßig von dem Phaser-Bass zwischen 0:51 und 1:33 sicher noch etwas mehr herauszubekommen gewesen wäre, es mir aber mein temporäres Equipment nicht erlaubt. Schade eigentlich, weil es der einzig gute Teil mit dem Bass geworden wäre. Aber irgendwann korrigiere ich das… oder auch nicht.

 

So, Noten (gibts weiter unten) und Track  hochgeladen, Text geschrieben.

 

Piss dann, Searchio

 

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