rss search

Frankiert bis Bordeaux

line

Wie immer bevor das Geschwafel losgeht, hier der Gegenstand:

 

Frankiert bis Bordeaux

 

Hab doch noch mal schnell den Mix geändert. Bassdrum war zu leise und so manche Gitarre hat sich auch in der Lautstärke vergriffen.

 

 

 

Ich sollte mir mal was neues einfallen lassen.

Einen Track zu machen ist zwar ganz nett, aber die Art und Weise langweilt mich doch etwas. Vielleicht kann ich dem mit einem radikalen Wandel im “Was ich Wie tue” entgegnen. Wie der aber aussehen könnte, muss aber noch erdacht werden. Themenbasiert wäre ein Anfang. Aber welcher Aspekt welchen Themas Wie umsetzen so das er nicht einfach nur Mucke ist? Bukowskys Kurzgeschichte “Die Nixe von Venice Beach” vertonen, Stalins Psyche akustisch projezieren?
Was auch immer die Zukunft bringt, sie sollte mal abwechslung abliefern, sonst komme ich auf die Idee nur noch auf meiner Seite zu schreiben.

Diese, sagen wir Langeweile, äußerte sich auch in der entstehung dieses… Dingens. Schon vor zwei Wochen eingetackert, war ich zu träge das Schlagzeug zu editieren, habe ganze Abende mit über die Riffs jammen verbracht. Und das ich einen Abend dem Bass opferte ohne einen einzigen brauchbaren Ton zustande gebracht zu haben ist ein Alarmsignal.

Andererseits hats mal wieder Spaß gemacht beim Musizieren mit mir mal nicht so hart ins Gericht zu gehen. Wollte doch mal wieder nach Lust und Laune mit “Gain” auf der Matte Gitarre spielen. Gespielt hab ich so das irsinnigste Zeug und den größten Mumpitz und behalten hab ich davon sogar noch einiges (Nur wofür weiß ich nicht, höre es mir doch sowieso nie mehr an). Bezeichnenderweise ist “Frankiert bis Bordeaux” auch noch, für meine Verhältnisse, Mainstream. Klingt in seinem Aufbau doch etwas nach “Lagrimas”, was nicht negativ gemeint seine soll, aber sicher ein Indiz für das fehlende Angagement so geistreich wie auf “Tomatoes and Meat” zu sein.

Eine große Sache wäre es mit Gesang zu arbeiten, aber es mangelt an Zeit, an meiner Methode zu Arbeiten, an Equipment und an überwindung des Schweinehundes. Denn das würde bedeuten qualitativ besser arbeiten zu müssen (Iss so ´n Anspruch Ding von mir) und noch viel mehr Zeit zu investieren. Aufnehmen um 1Uhr in der Nacht bei Flüsterlautstärke im Wohnzimmer ist mit Gesang nicht machbar, dieses Scheiß Organ ist höllisch laut und kann nicht gedrosselt werden wenn es an einer Stelle eben Laut klingen soll. Interessieren würde es mich aber schon… Damit lege ich das Thema aber auch wieder für die nächsten zwei Jahre zu den Akten.

Aaaaalso, lange Rede keinen Sinn…

…was gibts in diesem Track neues? Hm, ganze drei Stück 0815 Barée Akkorde verwendet (ja, ich schäme mich), Zwei zweistimmige Soli, mal wieder seit langer Zeit eines mit Echo, ziemlich straighte Beats, auch im Schlagzeug Tombs verwendet, externe Tretmine um den Sound aufzupolieren, …sonst nix.

 


1.Sequenz (0:00 – 0:52): …so etwas wie ein Intro? Iss ja auch fast wie immer… Laaaangweilig! Diesmal ist der Übergang in das “Teil” etwas weicher, da dieses Intro von zwei Abschnitten lebt. Der Groove setzt schon ab der sek 22 ein. Vielleicht das etwas andere an diesem Intro, …aber sonst… gibt keinen Grammy für. Auch die Akkordwahl ist für ein Anfang recht profan. Keine gestapelte Sekunden, kein Tritonus… ich werde zum Weichei.

 


2.Sequenz (0:52 – 1:40): Hier wirds wirklich ungewöhnlich. Nicht nur das ein banaler #Fm7 hier verbaut ist, nein, er stellt knapp 50% der verwendeten Akkorde dieser Sequenz dar. Es sind nur zwei….tststs. Ich finde allerdings ab sek 1:16 das zweistimmige recht lustig. Hier kam das erste mal mein DOD250 zum Einsatz. Habs scho des öfteren an die Line6 Dose angeschlossen, funzt aber nur bei einem Amp gut. Welcher wohl? Genau wie immer – der Plexi. Kann nicht oft genug betonen das dieser Amp der gelungenste im Bereich Dynamik ist in der Liste.

 


3.Sequenz (1:40 – 2:07): Ich finde das Riff eigentlich recht lahm. Vor allem weil ich es nicht mit dem Overdrive gespielt habe wie ich es gerne gehabt hätte. Das ich den etwas konservativen, dünnen Sound wählte liegt einfach an meinem Unvermögen in den Abmischkünsten. Da spiele ich was ein, höre es mir an und sage zu mir “Im Mix bekommst du den Sound schon hingebogen…” ´N Scheiß krieg ich hingebogen! Wenn der Sound nicht auf anhieb mit dem Rest einigermaßen harmoniert… gleich nochmal, nur anders! Damit gehe ich Problemen aus dem Weg. Aber was soll´s, ist ja nicht der einzige Kompromiss.

 


3.Sequenz (2:07 – 3:19): Auch so etwas hab ich schon gemacht. In “The strange journey of Mr. S” verwende am Schluss auch ein Pattern mit Chromatisch absteigenden Grundton. So etwas ist nach dem fünften mal spielen der Schleife mehr Trance als konzentriertes Arbeiten. Geil! Sich dabei durch fünf Tonarten spielen nimmt einem beim Solieren viel ab. Man brauch nur darauf achten den “Change” nicht allzu plump zu betonen, dann klingt so ein Ding von ganz allein.

 


3.Sequenz (3:19 – Ende): Der Echovirus hat mich schon recht früh infiziert. Sogar schon bevor ich mir vorstellen konnte das auch mal mit einer Gitarre zu machen. Überträger war “Brighton Rock” auf der “Live Killers” von Queen. Ich denke das erste Hören fiel auch in das Erscheinungsjahr, wenn ich ins Bett musste , war der Plattenspieler nicht weit, und so verbrachte ich als Kind wahrscheinlich zuviel Zeit in der Nacht mit viel zu großem Kopfhörer diesem weichen Doppel-Delay lauschend. Würde natürlich erklären warum ich noch heute die Nacht zum Arbeiten bevorzuge; will ich diese wirklich wichtigen Erlebnisse als Erwachsener immer wieder duchleben…?

Oder es ist alles Blödsinn und ich mache das alles einfach nur weil es Geil ist. Außerdem gehen euch meine Kindheitserlebnisse einen feuchten Dreck an… Diese Seite ist ja keine Couch und schließlich sind wir hier nicht auf Facebook.

Besser beende ich dieses wirre Geschreibe bevor ich völlig aufgelöst wegen nicht verarbeiteter Reminiszenzen in meinem eigenen Tränensud dahin köchele.


Ach ja, dieser Teil ist – Frank “the Metronome” Beman – gewidmet. Er hielt mich an, die Schlagzeugkirche im Dorf zu lassen und mal zu versuchen einen 4/4 auch auszuhalten und grooven zu lassen. (Als hätten wir nicht andere Probleme. Iran ist im Begriff bombardiert zu werden und er hält sich mit meinem 4/4 Problem auf.)

 

Fazit: Ähh… habe fertig.

 


Searchio – 7.November.2011


8 Kommentare

line
  1. line
  2. asdf

    cooler drumsound

    line
    • Danke. Ja, klingt als könnte ich das wirklich.

      line
      • Moment mal… du hast doch gestern erst einen Kommentar gepostet!
        Na dann lass das mal nicht zur Gewohnheit werden, meine Eitelkeit steigt nämlich exponential mit jedem Lob und ich bin schon jetzt echt unausstehlich.

        line
  3. Fisher

    Äh ja … und wo is nu die Mucke, Chef?
    Im übrigen meine Hochachtung, dass du es schaffst, deine Gedanken zu einem Stück so detailliert in Schriftform zu bringen. Ich hab’s vor vielen Jahren auch mal versucht – hat absolut keinen Zweck bei mir. Wenn der Flash kommt, ist’s mit denken und notieren vorbei. Und wenn’s ein guter war, kann ich dir hinterher nicht mal mehr sagen, in welchen Harmonien und Tonleitern sich das abgespielt hat. Vielleicht weiß ich noch, welcher Song das gerade war ;-)
    Nu bring DAS mal zu Papier … äh oder heutzutage auf Chips …
    In diesem Sinne – ich warte auf Hörbares.

    line
    • Fisher

      Ups, sorry – der Scriptblocker hat zugeschlagen und deinen Song unterdrückt. Ich werde ihn gleich züchtigen.

      line
    • Tja, für das Schreiben muss ich mich weniger anstrengen als für die Mucke. Sicher könnten dir jetzt verschiedene Quellen bestätigen das Schwafeln zu meinen offensichtlichsten… ok, sagen wir aufdringlichsten Talenten gehört. Die Musik auf dieser Seite ist doch nur Tarnung, so kann ich mich wenigstens zu tode schreiben.
      Andererseits hast du ja noch lange was von einem Song. Meine Geringfügigkeit hingegen hat für gewöhnlich 1-2 wochen vorher angefangen Ideen zu Sammeln, in Schnitt ´ne woche daran gebastelt und das war es. Fertig. Ich werde es höchstwahrscheinlich nie mehr Spielen.
      Meißtens geht es mir wie dir – Song beendet, kann noch auf anhieb 90% spielen – drei Tage später, 70% auf Anhieb, den Rest nach überlegen – 1 woche danach, 50% auf Anhieb, 35% nach überlegen, 15% vergessen oder nur so ähnlich spielen – 2 Wochen danach, wie heißt der Song noch mal, 1-2 Riffs auf Anhieb, den Rest rumprobieren oder so ähnlich – 1 Monat später, wie nennen sich die Instrumente in der Ecke des Wohnzimmers?, wie halte ich sie richtig?, komischer Song von welcher Band ist der?, wie heiße ich?, seit wann hab ich Mitbewohner? – du siehst alles nicht anders als bei dir, nur das ich nicht den Druck habe mich zu erinnern und das Zeug auch noch übe damit es Sitzt. Der Bass ist fast immer so etwas ähnliches wie improvisiert, Klampfe Solos sowieso immer, Riffs oder Akkordfolgen sind sehr oft nur Zehn Minuten vor aufnahme aus dem Nirvana aufgetaucht und wurden ein paar mal gespielt bevor sie verewigt werden.
      Das wichtigste aber, ohne Kaffee und Kippen ist gar nichts möglich!

      line