rss search

O sapo valente

line

Nach einigen Überlegungen kam ich zu dem Schluß, das keinen Block zu schreiben überaus inkonsequent wäre. Zum einen weil, der letzte Song schon keinen bekommen hat und zum anderen weil, ich diesmal keine Ahnung habe warum ich keinen schreiben soll. Hey, das hier ist das Internet! Nord-Korea, Iran und Dieter Bohlen sind hier vertreten, die US-Regierung nutzt den WIKI-Leaks Server als Ablage. Alles eifrige Nutzer des Mediums, warum nicht auch ich…?!

Hier schon mal der Song:

O sapo valente

Eines hat sich schon mal gar nicht geändert – der Titel des knapp vier minütigen Klanghaufens "Kann" aber muß überhaupt nichts mit Ihm zu tun haben. Ich erspare mir deshalb eine Übersetzung die mich zu einem kurzen Satz der Rechtfertigung hinreißen könnte.
Lehne ich mich zurück und höre mir das komische Ergebniss an, fällt mir sofort auf das der Anfang zwei weiteren Unfällen ähnelt. Einer davon heißt Lagrimas und der Andere ist zu dreivierteln fertig auf meiner Festplatte (mal abgesehen von fünfzig halbfertigen Sachen die noch auf ihre Vollendung warten). Anscheinend ist das gerade angesagt, wäre eine Überlegung wehrt das Andere zu löschen – Gefahr der Langeweile!
Themawechsel. Im Anschluß an eine Doku auf Arte, in der es um psychosomatische Betrachtungen und die Beeinflussung der Musik des Hirnes ging, bin ich noch immer am Grübeln. Das ganze Rückwärts aufgerollt zwingt zu Fragen rund um das Wie und Was.  Kann das erzeugte Klangwerk irgendeine verbindliche Aussage sein, die es erlaubt Rückschlüße über mein Wesen zu ziehen? Das "Was" ist womöglich nicht sehr aussagekräftig und ist in der Interpretation unerheblich schwieriger wegen dem noch größeren Spielraum für Interpretationen. Das "Wie" hingegen ist den einfachen Atributen und Adjektiven viel näher. Kann doch jedes Kind gehörtes in vordergründigen Kategorien wie schnell, langsam, hart, blöd, toll, geil, etc… kategorisieren. Was sagt dann meine Musik über mich aus? Wahrscheinlich das was die Musik über sich selbst sagt, einfach nichts. Ich will es jetzt auch gar nicht vertiefen und vielleicht im Spiegel meiner Musik mich sogar zu einer Art biographischer Anamnese hinreißen lassen. Und nach nochmaligen Lesen dieses Textes frage ich mich sowieso was der ganze Rotz eigentlich mit diesem Song zu tun hat?
 

 

1.sequenz (0:03 – 0:22)

Jepp, wollte es auch wieder wie Lagrimas als Duett belassen. Aber der Bass ist für einen nicht Bassisten mit schlechten Equipment recht pasabel, könnte schlechter sein. Bin ehrlich gesagt überrascht das Er so gut geworden ist. Deshalb: kein Duett!

 

2.sequenz (0:22 – 0:42)

Ich würde sagen das es englisch klingt. Kann mich an ein paar Sounds von einschlägigen Schrammelgitarrenbands erinnern die ähnliche Passagen in ihren Shitsongs hatten. Eine davon gehört zu den beschissensten Bands aller Zeiten – fangen mit "O" an, hören mit "asis" auf und dazwischen klingt irgendwie alles  verdammt Scheiße.

 

3.sequenz (0:42 – 1:02)

Tja, Premiere. Ein Part bei dem der Bass Ausgangs-, Mittel-, Dreh- und Angelpunkt ist. Hab mit der Gitarre einige Chords straight aufgenommen, denn Bass darüber… sagen wir… soliert? …den Gitarrenpart einfach gelöscht und Neuen auf der Basis der Bass eingespielt. Nicht gerade neu das Konzept, aber mir gefallen die Betonungen, klingt aus der Reihe (hm, was klingt bei mir nicht aus der Reihe?).

 

4.sequenz (1:02 – 1:31)

Wenn ich nenn Solosound gefunden hab dann Diesen. Ich weiß das die Line6 Dose nicht viele brauchbare AMPs in Sachen Dynamik hat, vom Charakter will ich schon gar nicht reden… Die am Besten geglückt, sind ausnahmslos mit dem "Marshall Plexi" eingetütet oder mit dem "VOX AC30". Wobei der VOX alleine nicht von den Socken haut, muß schon mit Anderen beiligenden Werkzeugen aufpoliert werden. Wenn ich mir so einige Ergebnisse der letzten Jahre (verdammter Plural – Jahre – schon so lange?) vergleiche, muß ich sagen das auf diesen Sound zu kommen ein Kleiner aber ich denke normaler Reifeprozess nötig war. Der Sound klingt eben etwas reifer als so manch anderer Unfall.

 

5.sequenz (1:31 – 2:09)

Hm, weiß nicht. Iss eben so ´n Riff. Nichts weltbewegendes. Das mit den Piepstönen (ab 1:41) im Break iss keine große Sache – einfach die Schlagzeugspur kopieren, diese Kopie mit einem Effekt belegen (in diesem Fall ein Phazer), Effekt völlig übersteuern, ganz leise beimischen damit nur die selbstoszilierenden Blurps und Pieps zu hören sind und fertig. Hab ich mit Gitarren schon des Öfteren gemacht, irgendwann werde ich in dem "Sweet smoke" Style ein Schlagzeug mit ´nem Stereo-Phazer-Pan-Sound versehen, kommt immer gut.

 

6.sequenz (2:09 – 2:48)

Ah! Da ist mein Lieblingspart. Ich mag den Drive. Da macht jedes Einspielen Spaß. Ich glaube so 5 oder 6 Spuren nicht gelöscht zu haben – bleiben auf der Festplatte falls ich irgenwann hören möchte was ich noch darüber gespielt habe. Auch hier liegt der Gag in der Rhythmussektion. Wenn ich das nur besser im Griff hätte und öfter solche Volltreffer landen könnte…

 

7.sequenz (2:48 – 3:17)

Uijuijui. Die Begleitgitarre war aus Sicht der linken Hand keine Herausforderung, nur einige komische Akkordeons ohne Knotengefahr. Aber aus Sicht der Rechten… Ich hab schnell gemerkt, daß mein Name nicht Hetfield ist und das mit den Super-Highspeedattack Downstrokes sollte ich Spezialisten überlassen. Die letzte Wiederholung hab ich nicht mehr im selben Take geschafft. Hab das Teil zerschnitten und noch kopiert. Kam mir zwar dämlich vor so ein pobliges Riff nicht am Stück einzuspielen aber ich dachte es wird außer mir nie ein Anderer erfahren. Deshalb halte ich jetzt auch meine Klappe und Schwamm drüber. Der eigenartige Sound der Sologitarre kommt von dem Tremolo. Hier hab ich es zu einem Pan-Effekt verbogen. D.h.: der Sound wandert von einer Box in die andere, bzw. wandert zwischen der Rechten und Linken. Die Pan-Zeit hab ich per Synkronisation mit der Trackgeschwindigkeit gleich geschaltet und dann dividiert in 1/8 oder 1/16, kann mich nicht genau erinnern (nein, hab das Projekt nicht im Hintergrund offen). Aber wer es genau wissen will muß es halt lauter machen damit der Effekt überhaupt richtig wahrnehmbar ist und es auszählen… viel Spaß.

 

8.sequenz (3:17 – 3:26)

Ich würde jetzt gerne schreiben das dieses infernale Crescendo natürlich genauso geworden ist wie ich es geplant habe. Aber die Dinge sind viel profaner und weniger pathetisch als es sicherlich bei allen anderen Musikern der Welt die wir im TV sehen oder im Radio hören der Fall ist. Die sind alle toll, haben die Musik im Griff , schreiben ihre Songs und brauchen dann ja keine Zufälle… Geplant hatte ich nur das Riff zu wiederholen (Nein, nicht neu einspielen. Ihr erinnert euch – Kopieren!) den Beat zu beschleunigen und mit zwei Sologitarren zum Orgasmus zu galangen. Nach dem Einspielen von drei oder vier Gitarren hörte ich mir das Ergenis ohne Begleitspuren an, um zu hören welche der Spuren am besten zusammenpasst. Tja, nach ein paar mal hören klang es für mich sehr eigenständig. Also Schlagzeug etwas ändern, (kopiertes) Riff löschen, noch vier weitere Gitarren dazu, mit Bass so tun als könnte ich mit ihm umgehen, abmischen (was das Schwierigste war), nur den letzten Ton von drei Gitarren stehen lassen (die Anderen abwürgen), bei dem letzten Ton einer Gitarre einen seltsamen Effekt darüber legen, daß es beim Ausklingen  irgendwie ganz interessant "wuusch" macht… und den ganzen Scheiß blos nicht mehr anfassen!!!! …sonst fängt der Abmischwahnsinn wieder von vorne an; und das will ich sicher nicht nochmal machen. Schlagzeug editieren ca. 60min, Gitarren einspielen ca. 10min …und Effektsound einstellen mit Abmischen ca. 120min. Aber hey, macht doch Spaß, war alles ganz einfach und hat sich gelohnt für sage und schreibe 9 Sekunden. Fuck!

 

9.sequenz (3:26 – 3:55)

Ha! Es wurde eine Schleife! Einfach den Anfang noch mal einspielen, ohne Effekte und anderen Specialefects. Macht aus jedem Song ´ne runde Sache. Außerdem kann ichs als tiefsinnig verkaufen. Z.b. könnte ich sagen: "Der Track ist eine Analogie auf Homers Odyssee (Nein, nicht der von den Simpsons) und das Ende verkörpert die Heimkehr von Odysseus nach Attika, zurück zu Penelope und die Schlichtheit des Endes steht für seine Erscheinung als Bettler die ihm Athene verliehen hat um unter…" Aber vorsicht! So einen Schwachfug nie sagen oder schreiben, denn…. 1. Wer so redet und solch unverständlichen Kauderewelsch erzählt ist mit sicherheit kein Rockmusiker 2. Die Musik ist sperrig genug und wenn, du nun auch noch mit solchen Gerede erwartest eine Frau zwecks Leibesübungen abzuschleppen, kannste gleich Jaguar fahren und Golf spielen 3.Wenn doch eine auf die Musik und solch dummes Geschwafel anspringt dann hast du pech gehabt, denn die bleiben danach auch noch wach und wollen bis zum Frühstück Gespräche führen. Also, schnauze halten.

 

Fazit – Ob es der beste Track ist weiß ich erst in zwei Jahren. Aber er ist sicherlich einer der Besten und selbst ich kann Ihn ab und zu hören.


3 Kommentare

line
  1. Einer trage des anderen Last.

    line
  2. Jorge Filipe Alvarenga

    Olá rapaz, tudo bem? Está muito bom, já tenho saudades de te ouvir tocar. Ainda tenho recordações quando tocavas e eu ouvia em casa. Velhos tempos. Espero que esteja tudo bem. Grande abraço para ti e para os teus.

    line