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Yamaha RGX-421D …?

Gepostet von am 1, 08, 2012 in gear | 6 Kommentare

 

Nach der Fernandes liegt es nahe auch mal über meine RGX zu schreiben. Auch um mich an die Welt da draußen zu wenden, weil ich alles andere wie sicher bin was das Modell angeht.

D.h. – Ich weiß nicht mal ob es eine RGX-421D ist.

Meine Yamaha RGX-421D

 

Mitte September´06 hatte ich auf Ebay nach einer Gitarre gesucht die etwas anderes zu bieten hat als meine Fernandes, nämlich ein “Double-Locking-Floyd Rose-Jammerhaken”. Nicht das ich gewußt hätte wofür ich den unbedingt bräuchte… aber eine Axt mit so ´nem Feature zu besitzen kann ja nie schaden.

Vom Anbieter wurde Sie im Angebot nur mit RGX betitelt, mit dem Vermerk “… Die Kopfplatte habe ich mal lackiert, weil ich es schöner fand. …”. Auf dem leicht unscharfen Bild war eine Gitarre in Form einer “Super-Strat” (was für eine dämliche Bezeichnung!) abgebildet mit verchromter Hardware, schwarzen Korpus, zwei Potis, H-S-H Bestückung, Palisander Griffbrett und einer Kopfplatte… (Trommelwirbel!)… ohne Beschriftung.

Weiter im Text war ein Hinweis auf das Floyd-Rose, das Sie techn. OK sei, für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet und noch irgendwas mit MIDI geeignet… “…wenn du einen MIDI-Tonabnehmer hast, …”. Trotz der präzisen Angaben und dem gelungenen Photo, das sicher mit einer 0,0002 Megapixel Kamera geschossen wurde, entschloß ich mich zu bieten. Warum weiß ich heute immernoch nicht.

Das wussten anscheinend andere auch nicht, mit dem Unterschied das die nicht geboten haben. So kam was kommen musste – 1,2,3, meins. Für viel zu teure 140 €uronen!

Selbstabholer in Bonn. Hätte ich niemanden in Bonn gehabt, hätte ich auch nicht geboten. So bekam ich eine Woche später Besuch mit einer Gitarrentasche und deren Inhalt.

 

Das Objekt aus der Tasche gepellt, bot sich mir ein Bild des Grauens. Vier verrostete Saiten, Schimmel und großflächig anderer undefinierter Belag. Als ich mich nach der dritten Valium endlich beruhigt hatte, fing ich an mit dem zerlegen um den Keimträger von der Nährlösung für Biowaffen zu befreien.

Nach der Sterilisierung sah es wieder nach einer Gitarre aus. Zusammengebaut, neue Saiten aufgezogen… und verdammt noch mal war das Geil! Schon nach Zehn Minuten fühlte es sich an wie meine Gitarre. Daran hat sich nichts geändert.

 

Das Griffbrett umschreibt am besten mit Formel-1, das Trem ist auch nach stundenlangen Gewaltorgien absolut stimmstabil, die Potis und der 5-Wegschalter wirken noch immer wie neu.

Qualitativ etwas schwächer sind die Tonabnehmer (ohne Beschriftung, gehe von einer Yamaha Hausmarke aus). Da macht der Singlecoil die beste Figur, beide Humbucker klingen etwas undefiniert und ein bisschen zu Mittig für meinen Geschmack… wenn ich reich bin kaufe ich mir neue.

Die Schrauben der Sattelklemme sind gigantische M5-Zylinderkopfschrauben (nein, nicht mal Flachkopf), beim hinschauen glaubt man das sie dadurch sicher kopflastig ist.

Höhenverstellbare Sattelklemme und M5er Monsterschrauben

Mit diesen Schrauben ist so viel Kraft im Spiel das mir über die Jahre zwei Klemmen gebrochen sind. Ich habe sie mangels Originalteile gegen Klemmen meiner alten Ibanez-EX ausgetauscht. Das aufbohren von ca. 4,2mm auf 5,2mm dieser Klemmen war nicht wirklich witzig; was hier für ein Material verwendet wurde weiß ich nicht, es ist aber sehr spröde und vorderte von einem 5,2mm Bohrer alles ab. Ohne qualitativ guten Bohrer, Ständerbohrmaschinen und Schraubstock nicht zur Nachahmung empfohlen.

 

Wie der Modelname schon ansagt ist diese Reihe damals wahrscheinlich als Konkurrenz zur Ibanez-RG ins Rennen geschickt worden. Einen “Pepsi Test” (für die jüngeren Leser: Ein direkter Vergleich mit verbundenen Augen…) mit einer RG aus den Mitte-Neunzigern habe ich bis jetzt noch nicht machen können. Ist mir auch völlig Wurst, denn meine Gitarre ist sicher die beste der Welt… naja, zumindest meiner Welt.

Sonst gibt es nicht allzuviel zum erzählen. Diese Art von Gitarren-Konzept ist ein alter Hut und wurde schon tausendfach von anderen besser beschrieben als ich es je könnte. Deshalb nun zu Gretchenfrage:

 

Was für ein Modell habe ich nun?

 

Meine Suche im Internet nach Informationen zur Yamaha RGX-421D waren mehr verwirrend als klärend.

Auf dieser Seite – http://www.player.jp/oyakudachi/archive/detail.php?ch=Y&na=YAMAHA%20Guitars%20%26%20Basses – habe ich eine original Katalogseite von der RGX-421D entdeckt. Aber (Räusper) mein Japanisch ist etwas eingerostet und das ich die fernöstlichen Symbole abtippe, auf Google per Maschine übersezten lasse kann keiner von mir verlangen.

Die Informationen auf der Yamaha Archivseite – http://usa.yamaha.com/product_archive/guitars-basses/rgx421d/?mode=model – sind spärlich aber eindeutig in den beschriebenen Features. Dort steht:

 

Direct Mount Pickups – Anstatt auf einen Pickguard geschraubt zu sein, sind die Pickups direkt auf den Korpus geschraubt. Für einen besseren Ton…blablabla…

 

Height-Adjustible Locking Nut – Ausschließlich (!) die Modelle RGX 821D, 621D, 421D und 421DM haben diese höhenverstellbare Sattelklemme. Für eine bessere… blablabla…

 

 

Und was ist jetzt bei mir?

 

Sicher, eine Höhenverstellbare Sattelklemme. Also eindeutig eines dieser genannten Modelle.

Klemmsattel Höhenverstellung

Meine Gitarre hat zwar kein Pickguard, aber Pickup-Einfassungen und an diesen sind ganz klassisch auch die Pickups montiert.

 

Die 821D hat ein “Scalloped Fretboard” – kommt nicht in Frage. Die 621D hat auch ein “Scalloped Fretboard” – also auch Out! Bleibt also nur die 421D.

 

Wenn ich jetzt aber die Gitarre umdrehe sehe ich noch eine seltsame Sache, bzw. sehe sie nicht. Auf alle Bildern die im Netz zu finden sind, auch auf den japanischen Katalogblättern, haben die genannten Modelle auf der Rückseite des Korpus im Bereich der Halsschrauben einen als Kreissegment gefrästen Absatz. In diesem Absatz sind die beiden Bleche mit jeweils zwei Halsschrauben eingelassen. Übrigens vermute ich mit “Super Playability Joint System” ist das System der Halsbefestigung über diese beiden Bleche gemeint.

Halsverschraubung - Super Playability Joint System

Diese Gitarre aber hat nicht einen solchen Absatz! Wie auf dem Bild zu erkennen, ist die Rückseite Flach und ohne seltsame Absätze gefertigt.

Rückseite meiner RGX

Ich würde zu gerne das Katalogbild daneben stellen, aber bevor ich meine kleine erbärmliche Seite schließen muss, auf 7,38Trilliarden Euro verklagt und danach verdonnert zu Lebenslänglich mit anschließender Sicherungsverwahrung, spare ich mir diesen Luxus.

 

Kann es sein, wie so oft, das für den europäischen Markt wieder so ein “nehme-hier-ein-Stück-und-da-ein-Stück” Modell schnell zusammengebaut wurde? Oder gibt es ein Modell das 321 heißt und von dem ich keine Info bekomme. In der Google-Bildersuche ist mir ein Bild aufgefallen das mit “321″ getagged wurde. Kann es aber nicht überprüfen.

RGX Korpus

Ich hoffe das irgendwann mal einer über diese Seite stolpert und mir weiter helfen kann was meine Klampfe angeht. Nicht das es Sie besser machen würde oder ich nen Steifen davon bekomme, aber der Vollständigkeit wegen.

 

Seriennummer - HM 21241

 

Cheers, Searchio

 

Fernandes ST-45C

Gepostet von am 30, 06, 2012 in gear | Keine Kommentare

Ich finde das es Zeit wird mal wieder etwas hilfreiches zu schreiben…

 

Wenn ich mir die Zugriffe auf meine Beiträge zu PCOCC-Instrumentenkabel und DOD250 anschaue kann ich annehmen das da draußen in der Netzwelt noch viele Deppen wie Ich herum laufen die manchmal dankbar sind wenn jemand ein paar Infos bündelt. Deshalb hier etwas Material über meine geliebte Fernandes Gitarre.

 

Fernandes ST-45C

 

Gekauft habe ich Sie im Guitar-Place Aschaffenburg ( http://www.guitarplace.de/ ) irgendwann im Frühling 1993. Das Geschäft befand sich damals noch einige Meter entfernt in der Hanauer Straße Nr.20. Den Preis habe ich nicht mehr genau im Kopf, aber er belief sich so um die 1000DM. Eine Tasche (hab ich auch noch) gab es dazu und bezahlt hab ich sie in Zwei Raten (!).

 

Die Verarbeitung ist über jeden Zweifel erhaben. Sei es die Lackierung (Nein, ich weiß nicht was für ein Lack), Bünde, Hals (Er passt so genau in den Korpus das nichts, auch kein dünnes Papierstück in die nicht vorhandene Fuge geht. Mit dem Auge ist absolut kein Spalt zu sehen), die Klinkenbuchse packt noch ordentlich, sogar der 5-Weg-Schalter geht noch recht straff.

 

Alles in allem fühlt sie sich auch wertig an. Der Korpus hat angenehme Konturen (das Wort Shaping vermeide ich hier. Muss nicht alle Englisch sein). Kenner hätten das sicher mit einem Blick auf die Kopfplatte gewusst. Aber so ein Trottel wie ich weiß das erst seit ein paar Monaten. Woher soll ich wissen das dieses Kleingedruckte auf der Kopfplatte – Original Custom Body – eine bestimmte Kontur des Korpus bedeutet?

 

Fernandes ST-45C Kopfplatte

 

Fender hat die selbe Schrift mit den selben Worten auf der selben Stelle hat dachte es hätte nur einen Plagiatszweck (hat es doch auch bestimmt, oder?). Sie ist kein Leichtgewicht mit 3,572Kg (mit Saiten, ohne Plektron), schmiegt sich aber wegen des… ihr erinnert euch – Original Custom Body – angenehm an die Rippen.

 

Der “modern C” Hals ist kein Ibanzdünnbrett. Er ist nicht zu schmal, hat genug Masse so das es Neudeutsch gemeinhin “beefy” genannt werden könnte. Dadurch würde ich ihn nicht als Formel-1 Wagen für Hochgeschindigkeiten bezeichnen, aber auch er macht Sweep, Hammer-On und Pull-Off Legatoorgien mit.

 

Den original Humbucker habe ich durch den Seymour Duncan SH-5 ausgetauscht. Wäre heute nicht mehr meine erste Wahl, aber damals wollte ich für Leadsounds doch ein Pfund mehr auf der Schippe. Heute würde die Wahl sicher auf etwas weniger Output fallen. Wie der Alte klingt weiß ich nicht mehr, der Tausch ist schließlich schon ca. 12 Jahre her.

 

Fernandes ST-45C Korpus

 

Mein Exemplar ist eine Fernandes ST-45C

Seriennummer 00770

 

Fernandes ST-45C Serial Number

 

Auf dem Hals steht “The Function”, was auf ein FST Modell hinweißt. Im Katalog ist der Unterschied aber eindeutig – The Function (bzw. ein FST Modell) sind jene Modelle mit einem integrierten Sustainer. Der mit einem Kippschalter zwischen 5-Weg-Schalter und Volumen-Poti zugeschaltet werden kann. Link zu den ´92er FST Modellen – http://www.fernandes.co.jp/others/catalog/1992/048.html

 

Hals: Ahorn (verschraubt)

 

Griffbrett: Palisander (Welches kann ich nicht sagen. Aufgrund des Alters könnte es natürlich Rio-Palisander sein. Auch die schwarze Maserung könnte ein Zeichen dafür sein… aber von Holz verstehe ich nun mal nicht viel. Wer mehr will hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Palisander )

 

Korpus: Esche (Ich kann mich erinnern das der H. damals Sumpfesche gesagt hat. Ich kann aber nicht mehr sagen ob ich damals unter Drogeneinfluss stand und es deshalb mit einer Dokumentation über Moorleichen verwechsle.)

 

Mensur: 25,5 Zoll

 

Tonabnehmer: 2xSinglecoil, 1xHumbucker / DS-1, SH-2 (oder doch 5H-2? Den Rest der Angaben kann ich nicht lesen. Mit welcher Fender oder Standard-Pickups sie vergleichbar sind kann ich auch nicht sagen, ich spiele doch nur Gitarre.)

 

Brücke: Synchrones “Vintage” Tremolo, in Chrom (von Fernandes)

 

Wirbel: (Von der Marke) GOTOH, Chrom

 

1x Volumen-Poti

1x Ton-Poti

1x Fünfwegeschalter für die Wahl der Tonabnehmer

 

Da mich damals diese ganzen Daten einen feuchten Dreck interessierten, habe ich sie aus dem Katalog von 1992 ( http://www.fernandes.co.jp/others/catalog/voice1992/001.html ) übernommen. Der Katalog heißt: Fernandes – The Voice (New Products from Fernandes & Musician´s Voices)

 

Die komplette Katalogliste ist chronologisch geordnet auf dieser Seite zu finden: http://www.fernandes.co.jp/others/catalog.html

 

Die Kataloge beginnen 1973. Ach ja, auch die alten Burny Kataloge sind hier zu finden.

 

Alternativ habe ich auch noch diese Seite mit den Katalogen entdeckt: http://audiozone.dk/guitargallery/?content%2FGuitar_catalog_scans%2FFernandes%2F

Ist etwas übersichtlicher gestaltet. Aber die Scans sind genauso schlecht, bzw. es sind die Selben der offiziellen Fernandes Seite!

 

Die Qualität der kopierten Katalogseiten schwankt zwischen “nicht so gut” und “überhaupt nicht gut”. Anscheinend hat hier einer die DPI des Scanners auf ca. 15 gestellt. Es sind jpgs und keine PDFs… was für eine Qual beim suchen!

Ich will aber gar nicht motzen. Eigentlich ist es schön das die Kataloge frei im Netz verfügbar sind.

 

Als ich vor ungefähr zwei Jahren eine Email in eine deutsche Fernandes-Adresse schickte (wieviele Emails bekommt so eine Firma eigentlich pro Monat von solchen Vollpfosten wie mir?), antworteten sie mir in relativ kurzer Zeit ohne ein Info zu meiner Gitarre aber gaben mir den Link auf die Kataloge begleitet von ein paar netten Worten.

 

Ich habe die Fernandes schon in einigen Songs gespielt, aber als Hörprobe ist wohl Protokoll meiner Kapriolen am besten. Der Song ist komplett mit ihr eingespielt.

 

Ich hoffe einem, nach alten Fernandes-Gitarren, Suchenden mit den Links auf die Katalogseite weiter helfen.

Wer die Möglichkeit hat sich so ein Ding unter den Nagel zu reißen sollte zuschlagen. Da mir nichts ferner liegt als Sie zu verkaufen hab ich nicht nach aktuellen Preisen recherchiert. In den letzten Monaten sind mir im Netz ab und an welche über den Weg gelaufen. Aber nur im amerikanischen und im asiatischen Raum, mit Preisspannen von ca. 300€ bis 600€.

Palmer FAT50 Combo

Gepostet von am 1, 09, 2011 in gear | 1 Kommentar

Palmer FAT50 Combo


Hier sollte jetzt eigentlich eine Monsterreview über meinen Amp gepostet werden. So mit allem drum und drann…

…aber es ist mir einer zuvor gekommen.


Auf Bonedo hab ich einen Testbericht entdeckt dem nichts hinzuzufügen ist. Bilder, Daten, Soundbeispiele mit verschiedenen Einstellungen und Gitarren in einer Qualität die ich eh nie erreicht hätte. Und da es an Sounddilettanten in Web genug gibt, ganz eigenartigerweise besonders bei diesem Amp (…oder ich höre genauer hin) braucht es nicht noch einen.


Was ich noch zu meiner Eierlegendenwollmilchsau sagen kann?


Er klingt puristisch, ist wahnsinnig laut, setzt gnadenlos um was aus den Fingern kommt, hat alles an Features was ein Amp haben muss, klingt sowas von Geil, ist 100% analog…


Etwas negatives hat er auch!  Mit 30Kg wiegt er für den dritten Stock zuviel um ihn einfach mal so unbedacht mit nach Draußen zu nehmen.


Aber hier gehts zum Testbericht:

http://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/palmer-fat50-combo.html

Klosteine klingen echt geil!

Gepostet von am 6, 08, 2011 in gear | 1 Kommentar

Klosteine klingen echt geil!

Warm aber trotzdem klar und transparent. Zurückhaltend aber sehr präsent. Rund aber nicht glatt.

Sicherlich fallen mir noch ein Dutzend dieser mit löblichen Schwuchteladjektiven versehenen Sätze ein. Aber er ist wirklich was besonderes…

…der DOD FX75C Stereo Flanger.

Ein durch und durch analoger Vertreter seiner Zunft. Er sieht etwas Konservativ aus, nicht so hipp wie Effekte von BBE oder wie die alle heißen. Amerikanischer 80´er Jahre Scharm wegen dem zwar sehr stabilen aber komisch ausshenden schwarzen Hartplastik-Einschaltknopf. Zu seiner Ercheinungszeit nicht unbedingt das was ein Low-Budget Gerät war, aber sicherlich für den kleineren Geldbeutel. (Tataaa!!! Hab auf der OVP-Schachtel den Preis entdeckt: 55€ – Hab im Internet nen US-Preis von knapp 70$ gefunden – haut ungefähr hin. Meiner war etwas länger unterwegs bis in den Verkauf, denn die Seriennummer besagt das er Baujahr 1998 ist)

Was nicht geht mit dem Ding, soll keine Minderung seines Wertes sein, ist ein richtiger Düsenjet…nur ein bisschen Düse. Aber wenn dieser eines Aspekt gegenüber 1000 anderen in die Waagschale gelegt wird… kann ich drauf verzichten. Unglaubliche Tiefe, 3D ähnliche Räumlichkeit, Transparenz und angenehme Wärme – gleichzeitig Soundvielfallt kenne ich nicht von anderen der Preisklasse von unter 200€ mit Trillionen Potis zum Sound verbiegen. Das Pedal ist etwas größer als ein Bosspedal, schwer wie die Sau mit einer je nach Lichteinfall in Weiß, bläulich oder türkis schimmernden Mintgrünen Metalliklackierung. Oder sagen wir einfach mal – Bahnhofsklosteinfarben. Durch seine Transparenz funzt er ziemlich gut mit anderen Effekten vorgeschaltet in der Kette wie Tremolo oder einen Phaser. Falls ein Schwachbrüstiges Signalverarbeitungsgerät vorgeschaltet sein sollte poliert er es auch leicht auf. Manche mögen diesen minimalen Lautstärkeboost nicht, aber was interessieren mich andere…

Keine Frage – das beste Modulationseffektpedal das ich für den Preis je in die Finger bekommen habe. Unverkäuflich. Gekauft für 25€ auf Ebay. Ich sag dann mal brav – Danke.

Antiquitäten die 2.

Gepostet von am 5, 08, 2011 in gear | 1 Kommentar

Antiquitäten die 2.

Hier ist die Mojo-Box

DOD Overdrive Preamp / 250

Baujahr 1981

Original Chip: 009-UA741CP

Mit dem identischen Innereien des “Grauen” DOD250 mit Baujahr 1978-79.

Im Netz gibt es genug Literatur, Foren, Verrückte und Anderes., muß deshalb nicht total auf die Kacke hauen. Auch wenn es technisch „der Graue“ ist, nur das er eben Gelb aussieht, erziehlt so einer nicht unbedingt den gleichen Preis wie sein farbloser älterer Bruder. In den letzten beiden Monaten habe ich so an die 15 „Graue“ auf Ebay verfolgt. Die meißten davon auf Ebay-USA. Die erziehlten Preise gehen von min. 370$ bis max.750$… Was ein Wahnsinn! Von meinen Exemplaren habe ich bis jetzt nur zwei entdeckt (wovon einer nicht so aussah als wäre es der gleiche) und die gingen für bescheidene 185€ und (der wahrscheinlich nicht original) 165€. Für ein Pedal dessen Overdrive limitiert ist, auf einen Amp mit schon leicht crunchigen sound, sehr viel Asche. Wer das Teil mal gehört hat vor einem cleanen Amp auf seine Gain/Overdrive Funktionen getestet hat, bekommt Angst und geht lieber zum Zahnarzt für ne Wurzelbehandlung. Klingt eigentlich Scheiße – schrill und mit viel Höhen. Auch ist das Teil nicht für Highgain gemacht, überhaupt nicht. Aber als Boost benutzt wird es dadurch breiter, fetter, mit viel Headroom… und verbiegt nicht den Ton! Brauchbar für Clean wie für die ganze Overdrive Palette. Und da gibt’s nichts schöneres. Zucker. Einstellen lässt er sich denkbar einfach. Außer Gain und Level gibt’s nicht viel. Gain steht bei mir so ca. auf Halb-Neun und der Level auf ca. Vier-Uhr. Soll er etwas mehr „knarzen“ etwas mehr Gain, cleaner etwas weniger. Fertisch!

Der Kandidat kostete mich 30Euronen. Der Verkäufer sowie meine Wenigkeit wussten nicht das es dieses Modell war. So hält sich mein schlechtes Gewissen in bescheidenen Grenzen… hehe.

Antiquität

Gepostet von am 4, 08, 2011 in gear | 1 Kommentar

Antiquität

Wenn wir schon dabei sind…

…auf meinem Mojoboard ist im Moment dieses Exemplar eines Flangers.

Ibanez Flanger FL-301 (V1) Narrow-Box. Der mit den “flying fingers”, ist der erste der Serie. Das Baujahr weiß ich jetzt nicht auswendig, hab die Dokumentation nicht bei der Hand. Dürfte irgendwo zwischen 1976-79 sein. Soundmäßig nicht unbedingt der heilige Gral, aber eine erweiterung des Spektrums. Bei mir steht die Delayzeit sehr kurz, so das er sich wie ein Tremolo anhört.

Wegen ihm hab ich mir das Dunlop Netzteil (DC-Brick) gekauft, weil es auch 18V kann.

Der Flanger ist seit ca.18-20 Jahren in meinem Besitz. Ich hab ihn geschenkt bekommen, als ein Bassist ihn auf ner Session dabei hatte. Er übergab ihn mir mit den Worten – schau mal ob du ihn benutzen kannst, ich kanns nicht – ein Manko der 18V!

Mit dem Regen-Regler kann er in die Selbstoszilation getrieben werden. Wer vorsichtig damit hantiert kann echt abgefahrene Synthiesounds erzeugen. Ist aber nicht praxisgerecht, weil ich hier über Einstellungen mit den Potis rede im 1mm Bereich. Live also völlig unbrauchbar. Überhaupt ist der Regenregler das Problem. Mit weit aufegerissenen – ab 3 uhr – kann es je nach Einstellung der anderen Regler, metallisch klingen. Ich weiß nicht ob irgendjemand mal an den Trimpots gefummelt hat, habe gelesen das drüber noch einiges geht. Aber ich hab Panik das ich sie so verstelle und das Teil überhaupt nicht mehr klingt. Vielleicht irgendwann mal… bis dahin bleibt er wie er klingt. Ich mag ihn trotzdem und irgendwann bleibt er den Rest seines Daseins in der Vitrine.