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Diese Sieben sind nur zu dritt

Gepostet von am 7, 09, 2013 in audio, intro | Keine Kommentare

 

 

“Alles was ich zu meiner Verteidigung habe, sind die Fehler, die ich gemacht habe”

(Charles Bukowski)

 

 

Diese Sieben sind nur zu dritt

 

Jedesmal wenn ein so ein musikalischer Klotz fertig gestellt ist, wiegt bei jedem hören ein Fehler zehn mal so viel wie ein guter Moment. Deshalb kann ich mich in diesen Zitat wieder finden. Wenn sich nach langer Zeit ein Track unvermittelt in Erinnerung ruft, höre ich ihn mir nicht einfach an, sondern warte nur auf den Fehler. Deren Anzahl und die Magnitude des einzelnen Fehlers bestimmen ob ein Song gut oder schlecht ist. Der quantitative Anteil von Fehlern ist im Vergleich zu dem Anteil von deren Abwesenheit, an sich verschwindend gering. Der Fehler ist keine fortlaufende Handlung, seine Ursache ist der Moment und er währt auch nur als solcher. Trotzdem hat er mit meinem Warten auf den nächsten, enormen Bestand.

 

Das waren meine besinnlichen Worte zu… äh… hab vergessen wozu. Es geht hier ja auch um etwas ganz anderes, nämlich um mich. Dieses Zitat von “Henry Chinaski” ist mir letzthin auf die Füße gefallen. Ich dachte mir als Einleitung macht Kultur immer was her, auch wenn ich mit diesem Post, bzw. mit dieser ganzen Sache keine herumkriegen will.

 

Meine Geringfügikeit hat mal wieder Zeit und ein paar Krümel Muse gefunden die Entropie des Universums ein gutes Stück anwachsen zu lassen. Es hat mal wieder etwas Musik gemacht, diese aufgenommen und unnötigerweise hier auf der Seite veröffentlicht.

 

 

Mit was haben wir es denn heute hier zu tun?

 

Ok, es ist offensichtlich das bisher kürzeste Stück was als solches von mir beabsichtigt war. 3:15min. ist nicht viel Zeit um eine Geschichte mit drei Charakteren zu erzählen. Anfangs hatte ich die Idee das ganze Stück im 7/8 zu halten, daher auch die “Sieben”, aber das Intro ist ein 4/4 und als mir der Teil mit dem 5/4 eingefallen ist war das auch hinfällig. Aber es ist trotzdem schlüssig, es fehlt nichts, ist meiner Meinung nach ganz schlüssig im Aufbau und Konzept.

 

Auch habe ich über mich gelernt das meine Vorliebe für vorgezogene 1.Schläge unabhängig von der Taktart ist. Die Vorgezogenen ziehen sich durch das ganze Stück. Das Intro klingt dadurch nicht wie ein 4/4, dafür die anderen auch nicht nach Primzahl. Ob es gerade dieser Umstand ist der die Takte entschärft und dadurch nicht ganz so fremd klingen lässt weiß ich nicht. Wahrscheinlich werden es die wenigsten überhaupt merken, wer zählt schon mit…

 

 

Verwendet wurde nur altbewährtes:

 

Meine nicht mehr ganz so neue Fender mit drei Line6-Dosensounds, den Marshall Plexi.

Der vierte Sound für den billigen Bass.

EZ-Dummer Vintage-Kit, mit diesmal etwas mehr Room um nicht ganz so dumpf wie sonst zu wirken.

Kaffee – Tchibo/Guatemala Grande und Tabak – Lucky Strike mit blauen OCB.

 

Seit langem bewährt hat sich auch gewisse Dinge nicht zu verwenden:

 

Noise Gate

Natürlich kann es bei gewissen Sounds zu extremem Wutausbrüchen führen wenn ein guter (zwölfter?) Take durch eine leichte Berührung der Saiten unbrauchbar wird, aber egal wie gut ein Noiseshit ist, es Frisst nunmal Frequenzen.

 

Overdubs

Noch immer hab ich mit meinem Ehrgeiz zu kämpfen Sequenzen am Stück zu spielen. Ich erfreue mich and der zusammenhangenden Optik der “Waves” in den Spuren. Nicht am Stück ist z.B. die zweite Stimme in dem zweistimmgen Solo. Ich konnte es nicht innerhalb von 15min. auswendig lernen (ja, die Konzentration um 1:30 morgens ist schlecht), also hab ich es in zwei Teilen aufgenommen, kann ich mit leben. Der Bass ist natürlich etwas völlig anderes. Er wird fast ausschließlich in jedem Song zu 100% improvisiert und die Spur besteht nur aus kleinsten Fragmenten. Das längste verwendete Fragment ist ab einsetzen des Schlagzeuges zu hören, er geht über drei Takte und ist ca. 16sek lang. Das kürzeste ziemlich genau eine Sekunde und hat immerhin zwei Töne. Timing am Dicksaiter ist halt schwierig wenn das Ding nur einmal im Monat für zwei Stunden auf dem Schoß liegt.

 

Compressor

Ich kann das Ding noch immer nicht richtig für die Gitarre einstellen. Deshalb lass ichs. Nur der Bass bekommt einen Compressor auf dem niedrigsten einzustellenden Pegel, es ist natürlich ein Preset des Programmes. Weiß nicht was ich da so einstellen müsste…

 

Posing

Posing mit der Klampfe ist sicher das was ich am wenigsten kann. Breitbeinig ein Riff zupfen, bei einem Bending am 20. Bund den Kopf nach hinten schmeißen, böse dreinschauen, den Rumpf nach vorne beugen und mit dem Kopf den Propeller machen, ein Akkord anschlagen und dann mit der rechten ein Faust ballen, ein Flageolett mit einem schmerzverzerrten Gesicht untermalen, gehören nicht in mein Repertoir. Komischerweise finden sich die meisten Poser mittlerweile im Metalbereich. Was da so auf Youtube zu sehen ist der Hammer und beschleicht einen der Eindruck eines inoffizellen Peinlichkeiten-Contests. Mein momentaner Favorit ist Amon Amarsch… oder heißen die Amon Amarth? However, Dämlichmetal vom feinsten mit Oberkitschposen in einem professionell gedrehten Video sind Nightwish, find ich witzig, Videos von Dimmu Borgir lassen mich vor Lachen fast vom Stuhl fallen. Paul Baloffs Aufforderung “If you see a Poser on the streets, kill him!” interessiert heute keinen mehr. Vor allem keinen Metaller!

 

Damit habe ich heute genug Müll verzapft. Wer es bis hier herunter schafft hat sich einen Preis verdient… und mein Mitleid.

 

 

Cheers, Searchio

Bei Albuquerque falsch abgebogen

Gepostet von am 6, 04, 2013 in audio, intro | Keine Kommentare

Nach längerer Pause bereichere ich das Internet mit meinem neuesten Datenmüll.

 

Der Grund für den 3.Weltkrieg nennt sich “Bei Albuquerque falsch abgebogen” und ist hier zu hören:

 

Bei Albuquerque falsch abgebogen

 

Das Leben besteht nur aus Wahrscheinlichkeiten.

Das guten daran, alles ist möglich. Das schlechte, alles ist möglich. Das Erkennen dieses fatalistischen Umstandes hilft einerseits jeder Überraschung gelassen entgegen zu treten, andererseits stumpft diese universelle Akzeptanz auch noch das das letzte Sensibelchen zu einem Soziopathen ab.

 

Was das mit dem Song zu tun hat weiß ich noch nicht. Aber weil ich keine Zeit hatte einen Text zu schreiben dachte ich mir…

…eigentlich nichts dabei und schrieb einfach was mir so im Kopf rumschwirrt.

 

 

Tja, das iss er nun. Von der Struktur her würde ich ihn als nichts besonderes bezeichnen. Stilistisch habe ich schon ganz andere Haken geschlagen, das Gitarrenspiel hab ich auch nicht neu erfunden, also “Bissness ess juschual”? Nein nicht wirklich, alles andere ist… irgendwie…anders.

Jepp, der Sound. Einfach nur muffig und schlecht, oder warm und oldschool – kann ich noch nicht sicher sagen. Zumindest ist es so beabsichtigt weil es mir nun mal so gefällt. Schuld daran sind einige Neuerungen was meine Wenigkeit betrifft.

 

Da wären z.B Haare. Ja, Haare. Das erste mal seit ca. 13 (oder doch schon 14?) Jahren das welche auf meinem Haupt gesichtet wurden. Auch das hat gar nichts mit dem Mist hier zu tun, dachte aber es erwähnen zu müssen.

 

Der Track ist diemal sehr leise. War nicht unbedingt meine Absicht, aber um es etwas “smoother” und dynamischer klingen zu lassen variierte ich z.B. die Schläge der Snare die ganze Zeit zwischen min.55% bis max. 80% der erreichbaren Lautstärke. Am Ende hab ich das Lautstärkedefizit nicht ausgeglichen, weil… es nicht nötig ist. Wofür der ganze mediale Lautstärkewahn der letzten Jahre sein soll erschließt sich mir sowieso nicht. Hat doch jedes Gerät einen Lautstärkeregler. Vergleiche ich die QueenII mit irgendeiner anderen modernen CD, scheint es würden sich die dB verdoppeln – und von der Ultra-Compression moderner Sounds will ich gar nicht reden. Aber ihr wollt es ja alle nicht anders…

Das Gesamtergebnis ist für mich diesmal ziemlich schwer einzuordnen. Es ist klanglich eben doch anders als mein anderes Zeug. Assoziativ fällt mir auch keiner ein der solch seltsame Musik macht und mich dazu inspiriert (was ein Scheiß Wort) hätte. Was ich damit sagen möchte – keine Ahnung wie ich auf so´n Zeug komme. Falls jemandem paralelen zu einem anderen Idioten sieht, so teile er es mir bitte mit. Würde mich wirklich interessieren wer noch in dieser Welt sich mit so´nem Zeug unbeliebt macht.

 

Der Krach beginnt mit einem zu langsamen Swing, so das einem Swing nicht gleich in den Sinn kommt. Nur ein paar BpM schneller und die Betonungen etwas eindeutiger und ich würde mich Search Brubeck nennem. Nur ohne Brille.

Bis 1:49Min ist es ein Take. Das die Rythmusgitarre für die Soli der Schere zum Opfer gefallen ist macht den Take viel kürzer, aber ich will hier nicht kleinlich wirken.

 

Verwendeter Pickup und Volumepoti Einstellung sind weitestgehend gleich. Lediglich für das zweite und dritte Rezitativ hab ich daran gedreht. Für ersteres Volume auf Max. und für letzteres den Tonepoti zugedreht.

Sicher, das zweite Solo hätte nicht sein müssen. Musikalisch kann es dem ersten nicht das Wasser reichen und den Gesamteindruck wertet es nicht auf. Aber hey, es macht spaß zu spielen. Außerdem ist Griffbrettonanie gesund und wird von den führenden Musikwissensschlampen empfohlen.

 

Der Mittelteil ist was er ist und bedarf keines Kommentares – war schnell im Kasten mit zwei Takes und ist am Stück, One-Shot:

 

Ab 2:39 kommt das was irgendwann kommen musste – Schlagzeug editiert mit verbundenen Augen und einfallslos am Bass von einem Ton zum nächsten gespielt. Ok, ganz so schlecht ist es sicher auch nicht. Für ein “Er war stehts bemüht” reicht die Walking-Bass Sache bestimmt und das Schlagzeug einigermaßen hinzubekommen hat mich den letzten Nerv gekostet. Aber danach hats einfach Spaß gemacht und habe lange darüber gejammt. Es ist das Schema vom Anfang (0:00Min bis 0:56Min) nur als einfache Akkordfolge und im 4/4 Takt. Nicht sehr originell, aber wen juckt das schon… hättest du es gemerkt?

 

Das seichte Tränendrüsengezupfe ist auch nur ein warmer Aufguss aus dem Mittelteil (2:15Min bis 2:38Min), diesmal nur… äh… frei, ohne Tempo. Kann es kaum glauben hier die gleiche Einstellung der Klampfe beibehalten zu haben.

 

Hoho, das Ende. Mein Faible die Songs mit dem Shit zu beenden der auch am Anfang zu hören war ist ja mittlerweile schon Zwanghaft. Gibt aber schlimmere Zwänge – z.B. einen Song zu machen den keiner will und den dann auch noch mit einem Haufen Textgesülze den keine Sau interessiert veröffentlichen. Aber so etwas macht ja keiner der bei Verstand ist.

 

Zum ersten mal bin so etwas wie zufrieden mit dem Bass-Ergebnis. Das Niveau ist natürlich noch sieben Klassen, bzw. Lichtjahre von einem auch nur Mittelmäßig begabten Hobby-Bassisten. Aber für jemanden der den Bass dieses Jahr erst sieben oder acht Stunden auf dem Schoß hatte nicht ganz übel. Das der Bass diesmal etwas besser klingt liegt nicht an meinen nicht vorhanden Basskünsten, es ist ein Freeware-VST mit dem Namen “Electri-Q_(posihfopit)” und wie jeder erahnen kann – ein Equalizer. Was der taugt gegenüber anderen im Netz auffindbaren Freeware-VST weiß ich nicht, hab noch keine anderen probiert. Dieser hier lässt Einstellungen speichern, hat einige Presets an Board und ist vor allem EINFACH zu bedienen für so ´ne Flachpfeife wie ich eine bin. Das ganze ist dann auch schnell gemacht: Ein paar Frequenzen anheben von denen mann denkt sie würden das Ergebnis positiv beeinflussen, zum Test auch welche anheben von denen Mann überzeugt ist das die nie und nimmer funktionieren, sich über die schöne Kurve der angehobenen Freuqenz freuen (sieht immer sehr technisch aus in der Grafik und gibt mir das Gefühl ich hätte uneingeschränkte Macht über Wellen, Frequenzen, Schall. Auf den Außenstehenden wirkt es so sehr professionell das er überzeugt ist ich wüsste was ich tue und wäre mir meiner Sache sicher… Zappa sagte schon: “Y’know, rock ‘n’ roll is all make believe, it’s all fake.” – nie hatte er so recht wie heute.) fertig.

 

Erwähnenswert ist die Software. Nein, noch immer die Dose Line6 UX1. Nur hab ich es geschafft jemandem mit vorgehaltener Waffe dazu zu bringen mir seine Kreditkartennummer zu geben um endlich diesen dämlichen FX-Junkie Pack zu kaufen. Seltsamerweise hab ich schon seit langem diese zusätzlichen Gimmigs herbeigwünscht, mir die sagenhaftesten Dinge damit vorgestellt und habe bei diesem Song doch nur ein einziges Teil davon verwendet. Mal abgesehen von den Kompressoren/Sustainer nur den zweitsubtilsten Effekt – den FX – Tube Drive. Klingt herrlich Lo-Fi, hat mehr Einstellmöglichkeiten als das TS Surugat und in Verbindung mit SingleCoils klingt der TS-Klon, wie im richtigen leben, manchmal doch zu sehr “In die Fresse”.

 

Das bringt mich zur nächsten Änderung. Ich hab mir ´ne neue Klampfe gekauft.

 

Nach langem suchen, ausprobieren, abwägen. ausprobieren, verwerfen, suchen, etc… hab ich doch eine gefunden die mir gefiel. Das neue Baby ist eine Fender – Deluxe Roadhouse Strat. Eigentlich hatte ich mit einer Tele geliebäugelt, aber nicht die richtige gefunden. Als Strat kam mir nur eine auf American Standard Niveau in den Sinn. Allerdings bemerkte ich schnell das meine Fernandes was Quali und Spielgefühl betrifft, an die Fender Oberklasse heranreicht und für eine In der Oberklasse fehlt mir das nötige Oberklassenkleingeld. Wie es der Zufall so will stolberte ich schließlich über die Mexikanische Oberklasse; und das wars. Unlackierter Ahornhals, Korpus in Weis, Schlagbrett in Perlmut-Braun, Texas-Special Pickups, Vintage-Tremolo, zum austauschen noch die besseren Fender-Locking Tuner gekauft. Ist jetzt ein geiles Teil und wenn der Tremolohebel nicht so viel wackeln würde die Hardware im allgemeinen etwas wertiger wäre (jaja, unter Fertigungstoleranzen Verstehen die auf dem Amerikanischen Kontinent ganz andere Dinge als wir in Mitteleuropa), wäre sie fast perfekt. Aber so muss ich noch ein paar Kleinigkeiten austauschen. Wird Preislich trotzdem weit unter dem liegen was ich bereit war auszugeben.

 

Diesmal hab ich den Text in drei Etappen verzapft und muss gestehen so uninspiriert war ich noch nie zu Werke. Aber auch das kann passieren und wenn ich in den nächsten Tagen noch die Noten-Notizen hochgeladen habe bin ich froh mich einer anderen Sache witmen zu können.

 

Weiter unten gibts wieder die Notizen zum Stück.

Notizen ist in diesem Fall etwas untertrieben. Bis auf die Teile des Rezitativ, die ohnehin keine zweite Gitarre im Hintergrund haben, hab ich ziemlich genau dokumentiert. Aber auch für diese Solo-Teile hab ich die Akkorde, bzw. Harmonien auf “Bits ´n Bytes” gebannt.

Ich bin immer wieder aufs neue fasziniert wie mein Shit geschrieben ausschaut. Sieht wie echte Musik aus.

 

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Cheers, Searchio.

Ich mach´s nur für Geld

Gepostet von am 2, 01, 2013 in audio, intro | Keine Kommentare

Kaum schreiben wir 2013 gebe ich schon mein erstes Lebenszeichen ab. Und was für ein seltsames noch dazu.

 

Hier der Beweis (wenn der Player aufgegangen ist):

 

Ich machs nur fuer Geld_192kb

 

Was die ersten Takte zu bedeuten haben kann ich nicht sagen, habe sie aber die ganze Zeit in dieser Art im Kopf gehabt. Takte 4-11 (auch 22-25, abgewandelt 32-34 und nicht notiert am Schluß) klingen etwas eigenartig, der geneigte Hörer kann auf meiner Seite sicher viele eigenartige Dinge hören, aber die nicht ganz so seltsame Gitarre wird von einem 7/8 Schlagzeug getrieben im Verbindung mit einem Bass der gerne dieses fröhliche Pattern als Ostinato bis in alle Ewigkeit gespielt hätte wenn diese dämlichen und unregelmäßigen Breaks nicht wären die auch noch den ganzen Spaß verderben. Aber was soll ich machen? Immer wenn ich auf dern Klampfe dieses Teil gezupft hatte kam aus den entlegensten Hirnwindungen dieser “Humpa-Humpa” Bass. Als auch noch beim Konkretisieren (gemeint ist Schlagzeug editieren/anm. des Red.) klar war das mit 4/4 hier nichts funktioniert, half nur Ohren zu und durch. An und für sich finde ich schon geil, macht auch spaß über diese Takte im Loop zu jammen. Kommen echt abgefahrene Sachen dabei heraus. Aber jetzt ist es endlich draußen, ich muss es sicherlich nie mehr in meinem Leben spielen, diese Takte sind Lila und überhaupt bin ich froh damit auch schriftlich abzuschließen. Danke.

 

Die Überleitung mit Takt 12-15 entschädigt alle die es bis hierhin ausgehalten haben ohne die Seite zu schließen und doch lieber auf ihre Lieblingspornoseite navigieren.

Diese Überleitung ist das schweizer Messer dieses Songs. Gleich 4(!) mal hab ich es benutzt. Für mich eine astronomische Zahl im einem Songkontext. Aber die Struktur ist für Wiederholungen gut.

Takt 18-21 wurden ganze zwei mal verbaut (auch 28-31), wie oben erwähnt das andere Teil 4x, 38-51 werden zwei mal variiert und 52-59 wiederhole ich auf unterschiedliche Weise ganze 6x in Folge.

Wofür ist diese Statistik gut? Keine Ahnung, hab mich verhaspelt, weiß nicht mehr worauf ich hinaus wollte. Sollte mir Stichpunkte aufschreiben damit ich nicht während dem Texten den Faden verliere.

 

Sonst ist fast alles Pissness äs juschuell.

Schlagzeug ist und bleibt das “Vintage” von EZ-Drumer, mein Bass der Marke… hat der überhaupt ´ne Marke?…, das VSTi der Streicher ist Freeware und heißt DSK-Strings.

Da ich noch nicht reich bin und mir die besten Instrument-Plugins kaufen kann (hm, oder will?) griff ich wieder auf dieses Umsonst-Tool für die Streichereinlage zurück. Es klingt immer noch billig, eigentlich schlecht, unzulänglich, gekonnt aber nicht gewollt. Nur das diesmal die Kirche im Dorf blieb und das Ergebnis das Prädikat “Es ist zu hören wie ich es gemeint habe” bekommt. Anders als sonst war ich mir der Unzufriedenheit des noch nicht vorhandenen Ergebnisses bewusst und verlangte keine Wunder. Was heraus kam klingt nicht als hätte es Perlmann gespielt, es ist aber zu hören was er daraus machen könnte. Besser kann ichs damit nicht.

Mir gefällt das Ergenis trotzdem und höre diese kleine Sequenz gerne. Drei Instrumente die Strukturiert, ohne einen einzigen zufälligen Ton, miteinander harmonieren – ein seltenes von mir geschaffenes Ereignis das Tango-like klingt. Ein würdiger Prolog für den Höhepunkt. (Hoho, jetzt wirds schwulstig!)

 

Ach so, kein Song und dazugehöriger Text ohne etwas über den Bass zu schreiben gibts nicht. Hier: Hatte ihn das letzte mal angefasst… äh… für den lezten Song (habs auch an dem Staub auf dem Ding gemerkt), mich dazu entschieden diesmal ohne Plektron nur mit den Fingern zu zupfen, kann mit dem Ergebnis zufrieden sein und auch sonst kann ich dieses mal nur gutes über dieses scheiß Instrument schreiben…

 

…was mich schmerzlich an meine Gitarre erinnert.

Hatte ich doch meine geliebte Fernandes in die Hände eines ausgebildeten Gitarrenbauer gegeben für eine Rundumerneuerung der Bünde und neuen Pickups. Was bekam ich zurück? Bünde die nicht ganz (!) hinein geklopft waren, zwei davon haben sich bewegt bei Druck, mit der Seitenlage will ich gar nicht anfangen und das alles noch schlecht abgerichtet. Was ein Irrsinn! Zurück gegeben zum nachbessern. Hats nicht hin bekommen! Wer sich in Aschaffenburg nach einre Reparatur umschaut sollte vorsichtig sein.

In Frankfurt bin ich mit meinem Kunstfehlerpatient zum Peter Coura (siehe “Coura” in der Linksektion) und der hat sie wieder wie neu hin bekommen für die nächsten 20 Jahre in meinen Händen. Zu meiner Verwunderung hat mich diese ganze Geschichte ziemlich mitgenommen. Ich war traurig, wütend, frustriert und das mehr als ich gedacht hätte. Ich meine, rein objektiv ist es nur Holz, Metall und ein bisschen Plastik. In dieser Konfiguration wird es zur Gitarre. Mehr an sich nicht und trotzdem häng ich an Ihr als wäre es ein Lebewesen. Sachen gibts…

 

So, keinen Bock mehr auf schreiben. Dabei wollte ich noch einiges los werden. Aber scheiß drauf, schreibe bald wieder was weil das nächste Tonwerk schon in der Mache ist.

 

Hier die Notizen für mein Verbrechen:

 

Ich mach´s nur für Geld - Seite 1

 

Ich mach´s nur für Geld - Seite 2

 

Cheers, Searchio